Autor Thema: Bassukulele für Anfängerin  (Gelesen 752 mal)

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Offline Ukistef

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Bassukulele für Anfängerin
« am: 09/07/22 ,September, 2022, 09:05:18 »
Hallo Leute,
ich spiele Sopran- und Konzertukulele (kleine Hände) und würde gerne mit einer Bassukulele beginnen. Es stellen sich einige Fragen:

Geht das mit kleinen Händen?
Welchen Verstärker/Technik bräuchte ich und was kostet sowas?
Klingt es auch ohne Verstärker gut (genug)?
Und welche Ukulele ist empfehlenswert (bis 300 Euro)?

Danke für eure Hilfe im Voraus!

Offline Lucky Uke

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Antw:Bassukulele für Anfängerin
« Antwort #1 am: 09/07/22 ,September, 2022, 17:01:05 »
Hallo,
Bassukulele geht ganz sicher auch mit kleinen Händen, wenn nicht sogar besonders gut. Insofern fang einfach an.
Bei der Frage nach dem Instrument gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten und verschiedenen Instrumenten. Wahrscheinlich wirst du auch viele verschiedene Empfehlungen bekommen. Die meisten werden funktionieren. Ich würde lediglich bei den ganz billigen, besonders aus dem Internet vorsichtig sein.
Ich selber habe mich damals für Kala entschieden weil sie mir einfach gut gefallen haben. Ich hatte aber auch andere probiert und da waren auch verschiedene ganz gut.Für mich war es dann  eine Bundlose, also Fretles geworden. Das hat Vorteile aber auch Nachteile. Vorteil, es klingt besser und man kann, wenn das Gehör es hergibt, auch kleine Intonationsprobleme lösen. Nachteil, man muss etwas genauer spielen und daher mehr üben. Ich bin damit aber recht gut klar gekommen. Ist aber eben Ansichtssache und kein Dogma.Zum ersten Üben braucht man keinen Verstärker. Wenn man aber mit anderen zusammen spielen will allerdings schon. Natürlich gibt es auch dabei eine große Auswahl mit vielen Möglichkeiten. Ich habe z.B. eine  Roland Micro Bass Cube. Der ist allerdings nicht ganz billig für den Anfang hat aber viele nette Dinge an Bord. Zum Beispiel verschiedene Verstärkersimulationen, ein Stimmgerät, einige Soundeffekte von denen allerdings immer nur zwei gleichzeitig gehen. Dazu noch eine Drummsektion als Taktgeber. Das wichtigste aber ist, das er auch mit Batterien geht. Dann kann er auch zu diversen Ukulelentreffen mit, auch wenn keine Steckdose vorhanden ist. Mit 5 Watt ist er zwar nicht gerade kräftig aber für diverse Einsätze laut genug. Sollte mal eine Band dazukommen muss man sicher noch was drauf packen, für den Anfang aber sehr universell einsetzbar.
Natürlich geht auch was billiges zum Anfang aber wenn es dann nicht zweckgeeignet ist kauft man ja doch zweimal...So, viel Text aber hoffentlich hilfreich. Viel Spaß beim ukeln, egal ob hoch oder tief in den Tönen.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse aber nicht genug für jedermanns Gier.

Offline Ukistef

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Antw:Bassukulele für Anfängerin
« Antwort #2 am: 09/08/22 ,September, 2022, 09:06:19 »
Vielen Dank, Lucky Luke,
das hat mir schon einmal gut geholfen und macht Lust aufs Ausprobieren.
Ich würde mich auch freuen, Bassukulele-Spieler/innen (und andere Größen natürlich auch) hier in Franken kennenzulernen.
Alles Gute!

Offline Lucky _uke

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Antw:Bassukulele für Anfängerin
« Antwort #3 am: 09/08/22 ,September, 2022, 11:29:04 »
Bass-Ukulele ist das Bass-Instrument für kleine Hände.
Als erstes solltest Du Dir klar darüber werden, was Du tatsächlich willst:
- Akustisch bzw. Elektroakustisch, die haben meist einen kleinen Vorverstärker drin. Der Vorteil ist, dass man auch unverstärkt spielen kann. In einer Ukulelengruppe geht das - sobald lautere Instrumente dabei sind, nicht mehr. Dann kann man den Verstärker nutzen, läuft aber ein bisschen Gefahr von Rückkopplungen.
- Solid Body: Ohne Verstärker hört man praktisch nichts, ideal, wenn man nachts üben möchte, während alle schlafen. Einfach mit einem kleinen Kopfhörer-Verstärker. Keine Rückkopplungen und natürlich super unempfindlich. Bestens für die Band.

- Fretless oder Fretted, also mit Bünden oder ohne. Ich hab mir erstmal keine Bundlose getraut, weil es mein erstes Bass-Instrument war. Ja, man kann die Intonation lösen - wenn es das Gehör schafft.

- Anzahl Bünde: war für mich mit ein Argument für die Anschaffung der Solid Body, ich wollte einfach in höheren Lagen spielen können.

Intonation ist nicht ganz unkritisch bei der kleinen Mensur. Generell habe ich den Eindruck, dass die höherpreisigen Instrumente da besser abgestimmt sind. Man kann aber, da die Saiten so weich sind, den Ton sehr leicht hinziehen (auch bei bundierten) - was aber auch bedeutet, dass man sie leicht verzieht, wenn man schlampig greift.

Zum Verstärker: Vielleicht ist ja ein alter Gitarrenverstärker im Haus - schlechte Idee... Ich habe anfangs auch über einen alten Marshall gespielt. Habe mir dann relativ schnell einen 150Watt 12-Zöller geleistet  ;D Geht natürlich nicht mit Batterien, aber dafür geht in der Band die Sonne auf. Ja, ich wünsche mir dazu noch einen Akku-betriebenen Verstärker. Aber ehrlich gesagt, hält sich die Anzahl der Gelegenheiten, wo ich den bräuchte doch sehr in Grenzen. Im Zusammenspiel mit 6 Ukulelen komme ich mit dem akustischen deutlich durch, ohne Verstärker.

Last not least: Gönn Dir einen Basslehrer, wenigstens ein paar Stunden. Die Bass-Ukulele ist mehr Bass als Ukulele - eine saubere Technik (z.B. mit abdämpfen) ist da sehr nützlich. Ukulele hab ich mir auch selbst beigebracht, aber Bass ist schon mal eine andere Nummer. Wahrscheinlich wird es schwierig sein, einen Bass-Ukulelen-Lehrer zu finden... bei einem eBass-Lehrer ist dann halt ein bisschen Flexibilität

Bässte Grüße,

Lucky_uke

PS: Jetzt must Du aufpassen beim Antworten, welchen Lucky*uke Du meinst  :P
« Letzte Änderung: 09/08/22 ,September, 2022, 11:30:37 von Lucky _uke »

Offline glambfmbasdler

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Antw:Bassukulele für Anfängerin
« Antwort #4 am: 09/08/22 ,September, 2022, 16:23:05 »
Ich würde mich auch freuen, Bassukulele-Spieler/innen (und andere Größen natürlich auch) hier in Franken kennenzulernen.

Hi Ukistef!
Ich spiel zwar nicht ständig Bass-Ukulele aber hin und wieder doch (neben diversen anderen Saiteninstrumenten), aber kann mit fränkischer Herkunft dienen. ;)
Grüße aus Röttenbach.
« Letzte Änderung: 09/08/22 ,September, 2022, 16:37:06 von glambfmbasdler »

Offline Ukistef

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Antw:Bassukulele für Anfängerin
« Antwort #5 am: 09/09/22 ,September, 2022, 19:52:52 »
Vielen Dank Lucky_Uke, das waren gute Hinweise. Ich werde mich mal zu einem größeren Musikhaus hinbewegen und vergleichen. Jetzt kann ich sogar etwas sachkundiger fragen.

Hey, Eddie, Röttenbach nördlich von Erlangen?

Offline glambfmbasdler

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Antw:Bassukulele für Anfängerin
« Antwort #6 am: 09/09/22 ,September, 2022, 19:56:32 »
Hey, Eddie, Röttenbach nördlich von Erlangen?

25 km südlich von Schwabach.

Offline Ukistef

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Antw:Bassukulele für Anfängerin
« Antwort #7 am: 09/10/22 ,September, 2022, 06:55:40 »
Hi Eddie,
das trifft sich gut, ich komme aus Schwabach  :) und fände un- oder regelmäßige Treffen mit anderen Enthusiasten zum Austausch und/oder Musizieren schön.

Darf man hier Telefonnummern austauschen? Wegen Datenschutz...

Viele Grüße von Stefanie

Offline Knasterbax

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Antw:Bassukulele für Anfängerin
« Antwort #8 am: 09/11/22 ,September, 2022, 22:26:06 »
Nee, besser über PN.  ;)
Ich bin ja eher fürs Spielen als fürs Üben. (skiffle)

Offline TooOldForRockNRoll

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Antw:Bassukulele für Anfängerin
« Antwort #9 am: 11/22/22 ,November, 2022, 14:26:16 »
Vielen Dank Lucky_Uke, das waren gute Hinweise. Ich werde mich mal zu einem größeren Musikhaus hinbewegen und vergleichen. Jetzt kann ich sogar etwas sachkundiger fragen.
Ukistef, hast du nun bereits einen UBass gefunden? Ich habe meinen letztendlich bei Thomann gekauft, der ja auch im Fränkischen ist. Seine Auswahl an UBässen ist recht groß, allerdings sind in der Ausstellung nur preisgünstigere Instrumente zum Ausprobieren vorrätig. Die Ausstellungsinstrumente sind auch überwiegend gruselig, ich vermute es sind zurückgeschickte Mängelexemplare. Ich bin dann mit einem relativ preisgünstigen Cascha UBass nach Hause gefahren. Wenn man früh genug in der Ausstellung ist kann man dort jeden im Lager verfügbaren Bass kaufen, direkt dort abholen und anschließend sicherheitshalber in der Ausstellung probespielen. Bei Nichtgefallen gibt man das Teil dann halt direkt wieder an der Kasse gegen Rückerstattung ab. Oder wenn nur ein Setup nötig wäre kann man das gleich vor Ort in der Gitarrenwerkstatt machen lassen.
Den Cascha Bass gibt es übrigens soweit ich weiß auch bei kleineren Händlern.
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