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Zargenschalloch selber bauen – jetzt helfe ich mir selbst!

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Dedel:
Hallooo Ihr lieben Bastler,
wer von Euch kennt das nicht: Alle hören Dich auf Deiner Uke spielen, nur Du selbst hörst bestenfalls ein matschiges Geklimper.
Deshalb mat man das zusätzliche Zargenschalloch erfunden, um dieses Problem zu lösen. Nur hat leider hat  nicht jede Ukulele so ein nützliches Feature.
Deshalb zeige ich euch jetzt an meiner Kamaka Tenorukulele, wie Ihr gaaanz einfach und gaaanz  schnell so ein  Schalloch selber bauen könnt.
Ihr benötigt dafür nur einen Forstnerbohrer, eine Raspel, ein wenig Schleifpapier und einen schwarzen Edding (und natürlich eine Ukulele).

01 – die unbehandelte Uke



02 – Mit einem Forstnerbohrer (ca. 25mm Durchmesser) bohrt Ihr gaanz einfach durch den vorderen Bogen in die Mitte der Zarge ein Loch. (Ist bei mir nicht ganz in der Mitte)



03 – Die Uke mit dem gebohrten Loch



04 – Sodann nehmt Ihr eine grobe Raspel zur Hande und weitet das Loch, bis es die richtige Form und Größe hat. Dann noch geeschwind mit etwas grobem Schleifpapier die Kanten glätten.



05 – Die Uke mit dem gebohrten Loch (Ihr bekomm tdas bestimmt besser hin, als ich).



06 – Mit Dem schwarzen Edding malt Ihr nun, sozusagen als I-Tüpfelchen das Binding auf. Wenn Ihr das sauber hinbekommt, fällt das bestimmt niemandem auf, das es „nur“ gemalt ist. Bei mir ist das nicht so ganz gleichmäßig geworden, da muß ich wohl nochmal ran.



Dennoch: Ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen.


Bei der ersten Soundprobe war ich wirklich überrascht, wie laut ich die Uke jetzt hören kann, allerdings habe ich auch so ein Schnarren herausgehört. Da hat sich evtl. durch das Gerappel beim Bohren irgendwo im Inneren eine Leiste gelöst, da muß ich nochmal schauen, wie ich dem auf die Spur komm.

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Durch das neue Zargenschalloch sieht die Ukulele noch hochwertiger aus und klingt endlich auch in meinen Ohren.



Floyd Blue:
Tiptop Tipp!

Ich habe allerdings einfach die aktive Elektronik für den passiven Piezo-Tonabnehmer entfernt und einen wunderschönen, eckigen Sideport, mit kleinen dekorativen Löchlein an den Ecken, erhalten. Damit die Höhen nicht so schrill erklingen (das machen wohl die Ecken), habe ich das ganze mit Pflaster, zur Dämpfung, zugeklebt. Das beschneidet tatsächlich nur die hohen Frequenzen. Die Bässe der Ukulele bleiben erhalten. Bei Gelegenheit mach ich mal ein Photo davon...

ukelars:
Und ich habe das schon beim Kapodaster-Chat nicht ernst genommen... aber ihr seid ja anscheinend tatsächlich so verrückt! Oder spinn ich jetzt? Mit Bohrer und Raspel einer Kamaka zuleibe rücken... und dann mit nem Edding... ich glaub, ich brauch'n Schnaps... 

Floyd Blue:
Das ist nicht verrückt! Das ist pragmatisch! Prost!

djuke:
Hallo,
bei einer Kamaka (!!!) herumbasteln, sehr ungewöhnlich!?

Aber wird eine Schallochuke von Erbauer/Entwickler von vornherein nicht anders konstruiert?
Man kann ja bei einem Flugzeug (gewagter Vergleich) auch nicht irgendwo Löcher bohren.

Dedel hast du vorher bei einer Billiguke geübt?

Liebe Grüße

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