Autor Thema: Ich hab meine Traum Uken gefunden..... JazzboxUkes.Com  (Gelesen 12070 mal)

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Online Lucky L'Uke

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Antw:Ich hab meine Traum Uken gefunden..... JazzboxUkes.Com
« Antwort #120 am: 02/12/20 ,Februar, 2020, 08:53:09 »
Also, ich muss es mal wieder sagen: Dieses Forum ist einfach toll. Tatsächlich liest der Käufer der Chennell-Uke von Ukuwulf wohl mit (oder hat ihn jemand informiert?) - und her hat sich bei mir gemeldet und sie mir zum Weiterverkauf angeboten! Natürlich hab ich gleich zugesagt. Hach, heute ist ein doppelter Glückstag: Erst spontan sturmfrei und nun noch ne neue Uke. Fängt wirklich gut an, die Woche! Ich glaube, heute kriege ich das Grinsen erstmal nicht mehr aus dem Gesicht....  ;D


Für einen kurzen Bericht wie Du sie findest, wäre bestimmt nicht nur ich dankbar.

Offline Frolicks

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Antw:Ich hab meine Traum Uken gefunden..... JazzboxUkes.Com
« Antwort #121 am: 02/17/20 ,Februar, 2020, 23:33:37 »
Sehr, sehr gern, Lucky L'Uke!
Inzwischen ist sie seit ein paar Tagen hier, hat sich akklimatisiert, und auch an ihre neuen Saiten gewöhnt. Ich habe ihr Worth Clear CM, also die passenden für die Konzertmensur gegönnt. Eigentlich bevorzuge ich braune Worth, aber die sind mir z Zt ausgegangen.

Erstmal zusammengefasst: Optisch immer noch ein Hingucker!



Inzwischen ist Henk also ca. sieben Jahre alt. Zwar ist Ukewulfs Video von 2016, aber der Sticker von Toby Chennell im linken F-Lock verrät, dass sie von 2013 ist. Optisch und haptisch immer noch ganz große Klasse. Ich mag die Archtop-Optik auch bei Gitarren sehr gern, obwohl ich nie selber eine besessen habe. Und um die Jazzbox-Uken streife ich virtuell schon seit ner Weile herum. Und auch diesen Thread hab ich so alle ein, zwei Jahre immer mal wieder ausgegraben. In der Vergangenheit hatte das aber noch nie diesen Effekt, den es jetzt hatte.

Bei Auspacken fiel mir zuerst auf: Mann, ist das Teil schwer! Was v.a. am Koffer liegt... der wiegt grob geschätzt mehrere Kilo. Das liegt v.a. an den massiven Metallbeschlägen, die ihm rundrum so ca. den Sicherheitsstandard von Fort Knox verleihen dürften... Die Uke selbst ist eher durchschnittlich schwer, natürlich mit Pickups und den geschlossenen Mechaniken ein bisschen auf der schwereren Seite, aber mit ca. 600g (auf der Küchenwaage gewogen mit Gurt) für ne Uke immer noch völlig im Rahmen. Ist ja auch viel Holz dran.

Beim ersten Anspielen nach dem Stimmen Ernüchterung: Die klingt ja ziemlich mumpfig, irgendwie gedämpft. Und außerdem gibts da ein komischen Sirren oder Schnarren bei einigen gegriffenen Tönen. Und zwar immer bei den gleichen Tönen, egal auf welcher Saite. zum Glück kam mir der Sound bekannt vor: Etwas anders als eine Saite, die im Sattel oder auf der Brücke schnarrt. Ich hatte so was irgendwann letztes Jahr mal, da sirrte nach dem Wieder-Besaiten plötzlich eine meiner Uken ganz ähnlich. Damals des Rätsels Lösung: Das etwas zu lang gelassene Ende der geknoteten Saite vibrierte HINTER der Brücke auf der Decke. Exakt das konnte es nicht sein, weil die Saitenenden wg der hübschen Halterung nicht die Decke berührten. ABER: Sie waren tatsächlich sehr lang, die Enden, und sie vibrierten UNTERHALB der Saitenhalterung an eben dieser: Also etwas Klebeband unter die Saitenhalterung gepappt, und weg war das echt nervige Geräusch... Beim Wechseln habe ich dann einfach drauf geachtet, die Enden hinter den Knoten möglichst kurz zu halten und so gibt es kein nerviges Sirren mehr.

Und auch der Klang hatte sich nach ein paar Tagen total geöffnet. Getreu dem Motto "Vorfreude ist die schönste" hatte sich DHL nämlich einen zusätzlichen Tag Zeit gelassen, mir das Paket zuzustellen, und nach 48 Stunden im unterkühlten Lieferwagen brauchte die Hübsche einfach etwas Zeit, um - im wahrsten Sinne des Wortes - wieder warm zu werden. Und mit den frischen Worth-Saiten klingt sie einfach.... HAMMERLAUT! Wenn ich wirklich voll reinhaue, muss ich brüllen um dagegen anzusingen! Da ahnt man, warum Archtop-Gitarren seinerzeit gebaut wurden, um Gitarristen die Möglichkeit zu geben, lautstärkemäßig in einer großen Jazzbigband noch hörbar zu sein. In den Tagen vor der Erfindung der verstärkten Gitarre, meine ich...

Den feinen, differenzierten Sound einer Mohri-KOnzertukulele erreicht sie zwar nicht, aber einen ganz eigenen Klangcharakter hat sie doch auch, und der sagt mir wirklich voll zu.

Hier ein erstes Beispiel, bei dem ich sie wirklich nur sehr dezent gestreichelt habe bzw die Saiten:

<a href="http://www.youtube.com/watch?v=bW5aW8ih35E" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=bW5aW8ih35E</a>
I plink, therefore I am.

Offline UkuWulf

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Antw:Ich hab meine Traum Uken gefunden..... JazzboxUkes.Com
« Antwort #122 am: 02/18/20 ,Februar, 2020, 07:17:58 »
Gratuliere!Sie ist wirklich wunderschön, da kommt ein bisschen Wehmut auf, wie bei einer Verflossenen  ;)
Ich erinnere mich, dass sich auch bei mir der Klang in kurzer Zeit nach dem Erwerb signifikant verbessert hat - scheint eine Eigenart der Kleinen zu sein. Oder liegt's vielleicht an der Zederndecke? Habe kaum Erfahrung mit Zeder.
Was den Vergleich mit Mohri angeht kann ich das für meine Tenöre so ähnlich bestätigen. Die Chennel mit Fichte/Mahagoni ist höhenbetonter und hat vielleicht eine Nuance weniger "Schimmer", während die Mohri in Nußbaum weicher klingt und die Töne irgendwie ein bisschen mehr "oszillieren". Ich persönliche sehe darin überhaupt keine qualitative Wertung, das liegt in den Eigenheiten der Tonhölzer begründet. Claus Mohri sagte mir damals, sein Nußbaum wäre sehr vergleichbar mit Koa - was ja bekanntermaßen völig anders klingt als Fichte.

Viel Freude an Henk, sie hat's verdient! Übrigens cooles Liedchen authentisch intoniert  :D
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