Autor Thema: Bericht zum Ashbory Bass  (Gelesen 5782 mal)

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Offline allesUkeoderwas

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #15 am: 11/29/19 ,November, 2019, 17:22:26 »
Der Steg ist garantiert nicht original!
Fender und Guild haben beide einen Ashworth Piezo.
Wie unten beschrieben bei EBay im Angebot.
Ich würd aber den "falschen" Steg belassen.
Die Dinger sind eigentlich gut, bzw. besser.
Diese kompensierten Stege wurden original mal von Schaller entwickelt.
Gab es erst viel später.
Die Chinesen bauen Nachbauten dieser Art in die U-Bässe ein.
Allerdings bei allen Solid U-Bässen wegen der Kabeldurchführung  umgedreht und falsch.
Und weil die Bässe vermutlich nicht von Fachleuten konstruiert werden führt das bei niedriger Saitenlage zu Problemen, die vermutlich auch bei Dir existieren. G-Saite schnarrt und ist zu leise. Ob diese Fehlkonstruktion auch bei den Kala-SUBs zu finden ist weiß ich nicht. Wird auch kaum jemand merken, Otto Normalverbraucher denkt, dat mutt so und justiert die Brücke höher. Die Saitenlage bei den SUB's ist ohnehin sehr hoch.

Ich hab so einen China-SUB. Das Problem haben Stephan und ich beim Optimieren des Basses herausgefunden. Ist hier beschrieben...
http://www.ukulelenboard.de/index.php?topic=20380.msg325748#msg325748

Eigentlich müßte es Stege für Einbau mit Kabel links und für Einbau mit Kabel rechts geben. Gibt es aber nicht. Und so kommt es zu diesem Problem. Zur Beseitigung muß man den Steg auseinandernehmen, die Piezos und die elfenbeinfarbene Auflage spiegelverkehrt tauschen. Das ist sehr frickelig - Würd ich Dir von abraten. Du könntest höchsten prüfen, ob sich der Piezo-Steg u.U. mit wenig Aufwand spiegelverkehrt einbauen läßt.

Vermutlich ist auch bei Dir die Kabeldurchführung des Piezos in Richtung Kopfplatte gesehen rechts, weil die Elektrik auf der Rückseite darunter liegt. Die Piezos sind aber für akustische U-Bässe und Bässe gefertigt, wo die Kabel immer links durch die Decke zum Preamp gehen.

Das ist so ein Chinateil...
https://www.amazon.de/dp/B0719S2TXH?tag=suche01-21&linkCode=osi&th=1&psc=1
Auf der E-Saiten-Seite ist das Kabel, da ist auch der Piezo größer (lauter) und der Steg minimal höher.

Ob der Sattel original ist, kann ich auf dem Foto nicht erkennen. Der originale ist aus schwarzem, elastischem Kunststoff und bricht nicht so schnell. Auf jeden Fall klemmen darin nicht die Saiten fest.

Wozu ist eigentlich das 2. Lämpchen bei Dir?
Normalerweise müßte da ein Ein/Aus-Schalter und ein Kontrolllämpchen sein.
Hat man bei Dir die Spannungsversorgung Ein/Aus auf die Klinkenbuchse umgelötet?

Deine Tuner sind Original. Würd ich so lassen. Das sind umgebaute Banjotuner.

Hier kannst Du die beiden im Vergleich sehen - Fender Vs. Guild
http://www.largesound.com/ashboryarticle/general/comparison/

Die beiden nicht originalen Modifikationen kompensierter Steg und Batterieversorgung über Klinkenbuchse geschaltet find ich übrigens durchaus nützlich.

Was die Teekiste und die Pyramids betrifft würd ich vorsichtig sein.
Die Saiten klingen bestimmt gut darauf, aber bei sportlicher Saitenlage bekommt man bei dem dünnen Stahlkern arge Intonationsprobleme.

Zitat
Was die Roadtoad-Saiten angeht: Der Ashbory hat ja ne 18-Zoll-Mensur. Und wenn ich aber Saiten drauf ziehe, die eigeltihc für längere Mensuren gedacht sind, müssten die doch etwas schlapper sein, als auf dem eigentlich dafür gedachten Instrument. Oder habe ich da einen Denkfehler?

Du siehst das genau richtig!
Schlapper und dünner.
Nur sind die Saiten low Tension und für 18 bis 21" - Leider gibt's keine high Tension für 18" und kleiner.

Ich bastel übrigens auch nicht so gern.
Ich hab aber Freude am Forschen und am Optimieren meiner Instrumente.  :D
« Letzte Änderung: 11/29/19 ,November, 2019, 18:38:38 von allesUkeoderwas »
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Offline Frolicks

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #16 am: 11/30/19 ,November, 2019, 01:02:50 »
Ah, spannend. Die Seite largesound.com hatte ich auch gerade heute Nachmittag entdeckt, auf den direkten Vergleich der beiden Modelle war ich noch nicht gestoßen. Interessant. Demnach ist tatsächlich an meinem Ash schon etwas rumgedoktert worden. Denn sowohl die Brücke scheint ausgetauscht zu sein. Und auch an der Elektronik hat wohl jemand rumbastelt. Denn die beiden Lämpchen sind beide keine Lämpchen mehr. Das sind einfach schwarze Zierknöpfe, die jemand auf die beiden Löcher geklebt hat. Einen Schalter gibts nicht mehr, und die Potis scheinen auch mal getauscht worden zu sein.

Der Poti ist auf jeden Fall in Ordnung, wie schon geschrieben. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich dich richtig verstanden habe. In jedem Fall ist die Kabeldurchführung zur Elektronik auf der Seite der E-Saite, wenn ich also von hinten auf die Brücke Richtung Kopfplatte gucke, links. Und das zumindest scheint original zu sein, denn auf der anderen Seite, also unter der g-Saite, gibts kein Loch.

Demnach ist die Batterieversorgung, wie du schon feststelltest, über die Klinkenbuchse geschaltet. Das finde ich auch sinnvoll, denn so ein Schalter ist ja doch eher unnötig.

An der Brücke und dem Piezo werde ich jedenfalls ohne Not nicht rumfrickeln.

Ich mach morgen gern mal Fotos vom Innenleben, aber jetzt nicht mehr. Jetzt muss ich nur noch Zähneputzen und Heia-machen gehen. Ein erstes Klangbeispiel, allerdings ziemlich bearbeitet, ist gerade am Hochladen. Braucht aber wohl noch, meine Internetverbindung ist mal wieder für die Füße.
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Offline allesUkeoderwas

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #17 am: 11/30/19 ,November, 2019, 07:53:58 »
Zitat
An der Brücke und dem Piezo werde ich jedenfalls ohne Not nicht rumfrickeln.

Würd ich auch nicht machen, der ist auch richtig rum eingebaut.
Ich würd alles so lassen, wie es ist.
Hab das Video gehört - Bass klingt super!
Bin gespannt, ob die Poahoehoe da akustisch überhaupt noch was verbessern können.
Bei genauer Analyse des Basssounds stelle ich fest, daß A und D Saite beim C-Dur richtig schön klingen, die E Saite beim G-Dur im Vergleich dazu aber minimal leiser/matter - Aus der Erinnerung denk ich, daß die etwas mehr können müßte. Wenn Du mal sehr lange Weile hast, könntest Du ja irgend wann mal einen neuen Piezo Steg testen.

Zitat
Demnach ist die Batterieversorgung, wie du schon feststelltest, über die Klinkenbuchse geschaltet. Das finde ich auch sinnvoll, denn so ein Schalter ist ja doch eher unnötig.

Dachte ich auch, aber im Vergleichstest steht, daß der Schalter ein Activ/Passiv Toggle ist, er geht also auch ohne Strom. Beim Fender geht ohne Strom / Batterie nichts mehr. Bei leerer Batterie wird es dann still auf der Bühne. Den Vorteil mit leerer, oder ohne Batterie spielen zu können hast Du bei Deinem Umbau vermutlich nicht mehr, bzw. müßte man mal testen.
« Letzte Änderung: 11/30/19 ,November, 2019, 14:23:47 von allesUkeoderwas »
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Offline allesUkeoderwas

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #18 am: 12/14/19 ,Dezember, 2019, 13:55:17 »
Ob der Frolicks sich hier nochmal blicken läßt?...

Zum Piezo fällt mir noch was ein.
Wenn die Lautstärke der Saiten unterschiedlich laut abgenommen wird, kann es auch sein, daß die weiße Stegeinlage nicht plan auf dem Piezo aufliegt. Kann man leicht korrigieren, indem man die schwarzen Plastikpinökel seitwärts aus der Metallschine herausschiebt, die Stegeinlage abhebt (Vorsicht, damit die Kristallplättchen nicht rausfallen), evtl. Staubkorn entfernt, oder Unterseite der Einlage auf Sandpapier plan schleift und alles wieder zusammenbaut.

Und hier noch ein Foddo von einem eingeschlafenen Bass-telprojekt in Ashbory Format mit 18" Mensur. Ein E-Bass in der Größe einer Tenorukulele.



Hab 2 davon gebaut.
Der obige (fast fertig) sollte mit Pyramid Nylontapewounds und Rail Humbucker (Die Fräsung unter dem Schlagbrett existiert bereits) ausgestattet werden. Den 2. wollte ich fretless mit Lakritzschnüren ausstatten. Vielleicht sollte ich das mal weiterverfolgen. frolicks Soundbeispiel hat mich irgendwie angefixt.  :D

Falls jemand alte Lakritzschnüre (Poahoehoe Saiten) abzugeben hat (G-Saite darf gerissen sein, oder fehlen) bitte melden!
« Letzte Änderung: 12/14/19 ,Dezember, 2019, 13:59:35 von allesUkeoderwas »
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Offline Frolicks

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #19 am: 12/14/19 ,Dezember, 2019, 15:40:24 »
Der Frolicks hat leider auch ein bisschen mit Weihnachtsvorbereitungsgedöhns zu tun, so was wie Weihnachtsfeiern an allen Ecken und Enden. Nichts Schlimmes und allzu Stressiges, aber hält leider davon ab, sich um die wirklich wichtigen Dinge, also dieses Forum, zu kümmern...

Die Lakritzschnüre sind inzwischen angekommen. Sie aufzuziehen war aber eine ziemlich Tortur. Sie passen von der Länge erstmal gerade so, aber man muss sie auch ein gutes Stück von Hand dehnen, also tatsächlich lang ziehen, um sie um die Mechaniken zu kriegen. Und hier zeigt sich wieder der große Nachteil der direkten Mechaniken. Nicht so sehr das Direkt-Sein an sich, aber dass sie recht dicht nebeneinander liegen. Und dass die dicken Schnüre mehrmals um den Stift der Mechanik gewickelt werden muss, um auf die richtige Tonhöhe zu kommen. Und dass sich die Schrauben der direkten Mechaniken dann auch gern mal lösen, von der ganzen Schrauberei. Naja, nach einem Hin und Her hab ich sie also drauf gekriegt. Und die g-Saite gleich wieder runter geschmissen, die ist DEUTLICH zu dünn. Da schnarrt alles, von oben bis unten, bzw von vorn bis hinten. Aber die drei anderen Saiten sind cool. Eher ein Stück zu dick für den Sattel. Und es schnarrt nichts mehr.

Also hat mein Ashbory jetzt also drei schwarze und eine weiße (Aquila) Saite. und klingt wirklich cool. Klangbeispiel hoffentlich noch heute Abend, aber erst muss die wochenendliche Einkaufspflicht zwecks Familienernährung absolviert werden...

Noch mal danke für die Tipps! Und klingt witzig, deine Selbstbau-Idee. Bin gespannt auf das, was da noch kommt...
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Offline allesUkeoderwas

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #20 am: 12/14/19 ,Dezember, 2019, 15:59:46 »
Danke für den Tipp mit der weißen G Saite!
Vielleicht kann man ja mit dem Edding etwas nachbessern.  :D
Das ich da nicht schon selbst drauf gekommen bin.

Falls Du Nachschub brauchst...
https://www.ebay.de/itm/Ukulele-Bass-Ubass-Strings-Rubber-Mateial-4pcs-Set-C0M7-R3R5/303321579164?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&_trksid=p2060353.m1438.l2649
Die kosten sonst beim großen T 23,90 €
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Offline goldmecki

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #21 am: 12/15/19 ,Dezember, 2019, 13:20:19 »
http://pyramid-saiten.de/de/products/bass-blacktapenylon.php
Wie gesagt, Pyramid fertigt die auch auf Wunsch für kurze "U-Bass" Mensuren an.

kann man diese Saiten, die für ne76er Mensur gemacht sind , auch für die kleinen U-Bässe nutzen?
Das mit dem Anfertigen der kürzeren Saiten ist nicht sooo einfach, ich hab vor einiger zeit mal nachgefragt und erfahren, dass ein einzelner Satz nicht gemacht würde :(
Lieben Gruß von Jutta

Offline allesUkeoderwas

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #22 am: 12/15/19 ,Dezember, 2019, 14:07:25 »
1. Vermutlich nee, die sind zudem für Mensur von 86 cm (normale Shortscale Bässe).
2. Ich hab meine Saiten immer auf Maß gefertigt bekommen.

Pyramid hat dafür den "Custom Shop"...
http://pyramid-saiten.de/de/custom-shop/custom-shop.php

Aber es macht nur Sinn, bei einer extrem niedrigen Saitenlage, sonst stimmt die Intonation nicht.
Ich könnte Pyramid allerdings verstehen, da in der Vergangenheit viele U-Bass Spieler die Saiten öffentlich wegen der "schlechten" Intonation schlechtgeredet und zurückgegeben haben, nur weil sie nicht begriffen haben, daß eine Stahlsaite mit der Saitenlage für Gummischnüre grundsätzlich nicht richtig intoniert.
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Offline goldmecki

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #23 am: 12/15/19 ,Dezember, 2019, 19:40:35 »
hmmmm, ich habe den Kala Akustikbass (gefrettet) und den Kala Solid body; SB hat aktuell die "Lakritze" drauf, Akustikbass die roundwound von Pyramid. Dass ich beide Saitentypen spielen kann, freut mich, aber es stören mich die Rutschgeräusche bei den metallischen pyramids. Nun hat weder der akustische Kala noch das Brett eine extrem flache Saitenlage .... muss ich dann mit diesem Missstand leben?
Lieben Gruß von Jutta

Offline allesUkeoderwas

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #24 am: 12/16/19 ,Dezember, 2019, 12:34:15 »
Ja!

Aber u.U. fallen Dir die Intonationsprobleme gar nicht auf, da Du ohnehin nur in den ersten 3 Bünden spielst. Denn sonst würdest Du selbst bei den silverplated Roundwounds Intonationsprobleme feststellen, es sei denn, Du hast Brücke und Sattel optimiert.
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Offline goldmecki

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #25 am: 12/18/19 ,Dezember, 2019, 09:38:38 »
seufz... . :'(
Allerdings bespiele ich so ziemlich den gesammten Hals, also fast alle Bünde - hilft mir aber jetzt auch nicht weiter :(
Steg und Brücke zu optimieren, da wäre ich bei meinen handwerklichen Fähigkeiten vorsichtig: Gefahr der Verschlimmbesserung ....
Ich danke Dir sehr, alles-ulke-oder-was
Lieben Gruß von Jutta