Autor Thema: Bericht zum Ashbory Bass  (Gelesen 2918 mal)

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Offline allesUkeoderwas

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #15 am: 11/29/19 ,November, 2019, 17:22:26 »
Der Steg ist garantiert nicht original!
Fender und Guild haben beide einen Ashworth Piezo.
Wie unten beschrieben bei EBay im Angebot.
Ich würd aber den "falschen" Steg belassen.
Die Dinger sind eigentlich gut, bzw. besser.
Diese kompensierten Stege wurden original mal von Schaller entwickelt.
Gab es erst viel später.
Die Chinesen bauen Nachbauten dieser Art in die U-Bässe ein.
Allerdings bei allen Solid U-Bässen wegen der Kabeldurchführung  umgedreht und falsch.
Und weil die Bässe vermutlich nicht von Fachleuten konstruiert werden führt das bei niedriger Saitenlage zu Problemen, die vermutlich auch bei Dir existieren. G-Saite schnarrt und ist zu leise. Ob diese Fehlkonstruktion auch bei den Kala-SUBs zu finden ist weiß ich nicht. Wird auch kaum jemand merken, Otto Normalverbraucher denkt, dat mutt so und justiert die Brücke höher. Die Saitenlage bei den SUB's ist ohnehin sehr hoch.

Ich hab so einen China-SUB. Das Problem haben Stephan und ich beim Optimieren des Basses herausgefunden. Ist hier beschrieben...
http://www.ukulelenboard.de/index.php?topic=20380.msg325748#msg325748

Eigentlich müßte es Stege für Einbau mit Kabel links und für Einbau mit Kabel rechts geben. Gibt es aber nicht. Und so kommt es zu diesem Problem. Zur Beseitigung muß man den Steg auseinandernehmen, die Piezos und die elfenbeinfarbene Auflage spiegelverkehrt tauschen. Das ist sehr frickelig - Würd ich Dir von abraten. Du könntest höchsten prüfen, ob sich der Piezo-Steg u.U. mit wenig Aufwand spiegelverkehrt einbauen läßt.

Vermutlich ist auch bei Dir die Kabeldurchführung des Piezos in Richtung Kopfplatte gesehen rechts, weil die Elektrik auf der Rückseite darunter liegt. Die Piezos sind aber für akustische U-Bässe und Bässe gefertigt, wo die Kabel immer links durch die Decke zum Preamp gehen.

Das ist so ein Chinateil...
https://www.amazon.de/dp/B0719S2TXH?tag=suche01-21&linkCode=osi&th=1&psc=1
Auf der E-Saiten-Seite ist das Kabel, da ist auch der Piezo größer (lauter) und der Steg minimal höher.

Ob der Sattel original ist, kann ich auf dem Foto nicht erkennen. Der originale ist aus schwarzem, elastischem Kunststoff und bricht nicht so schnell. Auf jeden Fall klemmen darin nicht die Saiten fest.

Wozu ist eigentlich das 2. Lämpchen bei Dir?
Normalerweise müßte da ein Ein/Aus-Schalter und ein Kontrolllämpchen sein.
Hat man bei Dir die Spannungsversorgung Ein/Aus auf die Klinkenbuchse umgelötet?

Deine Tuner sind Original. Würd ich so lassen. Das sind umgebaute Banjotuner.

Hier kannst Du die beiden im Vergleich sehen - Fender Vs. Guild
http://www.largesound.com/ashboryarticle/general/comparison/

Die beiden nicht originalen Modifikationen kompensierter Steg und Batterieversorgung über Klinkenbuchse geschaltet find ich übrigens durchaus nützlich.

Was die Teekiste und die Pyramids betrifft würd ich vorsichtig sein.
Die Saiten klingen bestimmt gut darauf, aber bei sportlicher Saitenlage bekommt man bei dem dünnen Stahlkern arge Intonationsprobleme.

Zitat
Was die Roadtoad-Saiten angeht: Der Ashbory hat ja ne 18-Zoll-Mensur. Und wenn ich aber Saiten drauf ziehe, die eigeltihc für längere Mensuren gedacht sind, müssten die doch etwas schlapper sein, als auf dem eigentlich dafür gedachten Instrument. Oder habe ich da einen Denkfehler?

Du siehst das genau richtig!
Schlapper und dünner.
Nur sind die Saiten low Tension und für 18 bis 21" - Leider gibt's keine high Tension für 18" und kleiner.

Ich bastel übrigens auch nicht so gern.
Ich hab aber Freude am Forschen und am Optimieren meiner Instrumente.  :D
« Letzte Änderung: 11/29/19 ,November, 2019, 18:38:38 von allesUkeoderwas »
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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #16 am: 11/30/19 ,November, 2019, 01:02:50 »
Ah, spannend. Die Seite largesound.com hatte ich auch gerade heute Nachmittag entdeckt, auf den direkten Vergleich der beiden Modelle war ich noch nicht gestoßen. Interessant. Demnach ist tatsächlich an meinem Ash schon etwas rumgedoktert worden. Denn sowohl die Brücke scheint ausgetauscht zu sein. Und auch an der Elektronik hat wohl jemand rumbastelt. Denn die beiden Lämpchen sind beide keine Lämpchen mehr. Das sind einfach schwarze Zierknöpfe, die jemand auf die beiden Löcher geklebt hat. Einen Schalter gibts nicht mehr, und die Potis scheinen auch mal getauscht worden zu sein.

Der Poti ist auf jeden Fall in Ordnung, wie schon geschrieben. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich dich richtig verstanden habe. In jedem Fall ist die Kabeldurchführung zur Elektronik auf der Seite der E-Saite, wenn ich also von hinten auf die Brücke Richtung Kopfplatte gucke, links. Und das zumindest scheint original zu sein, denn auf der anderen Seite, also unter der g-Saite, gibts kein Loch.

Demnach ist die Batterieversorgung, wie du schon feststelltest, über die Klinkenbuchse geschaltet. Das finde ich auch sinnvoll, denn so ein Schalter ist ja doch eher unnötig.

An der Brücke und dem Piezo werde ich jedenfalls ohne Not nicht rumfrickeln.

Ich mach morgen gern mal Fotos vom Innenleben, aber jetzt nicht mehr. Jetzt muss ich nur noch Zähneputzen und Heia-machen gehen. Ein erstes Klangbeispiel, allerdings ziemlich bearbeitet, ist gerade am Hochladen. Braucht aber wohl noch, meine Internetverbindung ist mal wieder für die Füße.
I plink, therefore I am.

Offline allesUkeoderwas

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Antw:Bericht zum Ashbory Bass
« Antwort #17 am: 11/30/19 ,November, 2019, 07:53:58 »
Zitat
An der Brücke und dem Piezo werde ich jedenfalls ohne Not nicht rumfrickeln.

Würd ich auch nicht machen, der ist auch richtig rum eingebaut.
Ich würd alles so lassen, wie es ist.
Hab das Video gehört - Bass klingt super!
Bin gespannt, ob die Poahoehoe da akustisch überhaupt noch was verbessern können.
Bei genauer Analyse des Basssounds stelle ich fest, daß A und D Saite beim C-Dur richtig schön klingen, die E Saite beim G-Dur im Vergleich dazu aber minimal leiser/matter - Aus der Erinnerung denk ich, daß die etwas mehr können müßte. Wenn Du mal sehr lange Weile hast, könntest Du ja irgend wann mal einen neuen Piezo Steg testen.

Zitat
Demnach ist die Batterieversorgung, wie du schon feststelltest, über die Klinkenbuchse geschaltet. Das finde ich auch sinnvoll, denn so ein Schalter ist ja doch eher unnötig.

Dachte ich auch, aber im Vergleichstest steht, daß der Schalter ein Activ/Passiv Toggle ist, er geht also auch ohne Strom. Beim Fender geht ohne Strom / Batterie nichts mehr. Bei leerer Batterie wird es dann still auf der Bühne. Den Vorteil mit leerer, oder ohne Batterie spielen zu können hast Du bei Deinem Umbau vermutlich nicht mehr, bzw. müßte man mal testen.
« Letzte Änderung: 11/30/19 ,November, 2019, 14:23:47 von allesUkeoderwas »
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