Autor Thema: Meine erste Bariton (Brüko)  (Gelesen 570 mal)

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Offline Joralin

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Meine erste Bariton (Brüko)
« am: 07/18/19 ,Juli, 2019, 11:29:54 »
Hallo Zusammen,
ich spiele schon seit einer Weile sporadisch Ukulele. Ich habe mir allerdings alles selber beigebracht und mich bisher mit "technischen" Details kaum auseinander gesetzt (Sprich: "ich habe keine Ahnung" ;D).

Bisher hatte ich eine No-Name "Konzertukulele" und die "Gretsch 9120 Tenor Uke".

Ich habe nun bei Ebay eine "Brüko Bariton Ukulele" erstanden. Der Verkäufer hat sie lediglich als "Brüko Vintage" bezeichnet.

Kennt jemand zufällig das Modell und kann sagen um welche "Uke" es sich handelt?

Ich suche nun die passenden Saiten für das Instrument. Ich singe eher im etwas tieferen Bereich (zwischen "Tenor" und "Bass"?). Die Begleitung auf meinen bisherigen Ukulelen war häufig etwas zu hoch für mich um dazu zu singen, aber das kommt natürlich auf das Lied an.

Ich hätte also gerne einen passenden Sound zu meiner Stimme, er darf auch ruhig etwas "Gitarriger" sein.

Stahlsaiten empfinde ich eher als unangenehm und würde gerne auf sie verzichten wenn es möglich ist.

Ich bin für jede Hilfe dankbar.




Offline seimke

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Antw:Meine erste Bariton (Brüko)
« Antwort #1 am: 07/18/19 ,Juli, 2019, 11:46:17 »
Das kommt darauf an wie du sie stimmen willst. Die normale Baritonstimmung ist dghe und dafür kannst du dir beliebige Saiten bestellen.z.B. von Martin oder Worth. Das Modell ist wahrscheinlich die ganz normale Standard Brüko Bariton aus Mahagoni/Sapeli. Du kannst aber auch bei Brüko anrufen und nachfragen. Pfeiffers sind immer sehr nett und hilfsbereit.

Offline Joralin

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Antw:Meine erste Bariton (Brüko)
« Antwort #2 am: 07/18/19 ,Juli, 2019, 12:41:24 »
Danke für die Antwort. Würdest du mir eher eine High-G oder Low-G Stimmung empfehlen?Ist es für eine etwas tiefere Stimme vielleicht einfacher zu "Low-G" zu singen?

Offline Lagerfeuerklampfer

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Antw:Meine erste Bariton (Brüko)
« Antwort #3 am: 07/18/19 ,Juli, 2019, 13:34:54 »
Eine Low oder High G Saite macht für das Singen keinen Unterschied. Die generelle Umstellung auf die Baritonstimmung (DGBE) macht erst den Unterschied. Da kannst Du wiederum High D oder Low D nehmen, was aber für das Singen wieder egal ist - aber nicht für den Klang der Ukulele. Wenn Du bei der GCEA Stimmung bleibst, ist es für das Singen egal, ob Du Dich mit einer Sopran, Concert, Tenor oder Bariton Ukulele begleitest - die Tonhöhe bleibt immer gleich - es sei denn, Du stimmst die Ukulele direkt eine ganze Oktave runter. Das habe ich noch nie probiert,  aber die Berichte waren m.E. eher demotivierend...
« Letzte Änderung: 07/18/19 ,Juli, 2019, 13:49:50 von Lagerfeuerklampfer »

Offline hinnerk

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Antw:Meine erste Bariton (Brüko)
« Antwort #4 am: 07/18/19 ,Juli, 2019, 13:38:24 »
Hallo Joralin, Glückwunsch, schönes Stück, guter Zustand.
Es handelt sich um die BRÜKO Bariton-Ukulele No.18; in einem alten Prospekt ist sie genannt, sie wurde z.B. über GEWA, Hopf, evtl. andere vertrieben. Die Wirbel auf Deinem Foto sind nicht mehr original; die originalen direkten "Spezial-Patentwirbel" wurden wohl der besseren Handhabbarkeit wegen durch übersetzte ersetzt.
Die Stimmung ist wie Seimke schon schreibt d g h e  (aber linear, also auf jeden Fall "low"). Stahlsaiten würde ich nicht aufziehen, dafür war sie nicht gedacht, Sätze für Bariton-Ukulele gibt es von vielen Marken, da kennen sich andere Foristen besser aus. Im Original-Prospekt heißt es noch bei Saiten: "Perlon" .
LG erst Mal und viel Freude damit, hinnerk
(auf meiner Sammlungs-homepage   www.ukes-in.de   ist eine No.16 aus Gabun zu sehen, auch nicht mit den originalen Wirbeln/Mechaniken)
 

Offline wildshake

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Antw:Meine erste Bariton (Brüko)
« Antwort #5 am: 07/18/19 ,Juli, 2019, 13:47:49 »

1) Ich singe eher im etwas tieferen Bereich (zwischen "Tenor" und "Bass"?). Die Begleitung auf meinen bisherigen Ukulelen war häufig etwas zu hoch für mich um dazu zu singen, aber das kommt natürlich auf das Lied an.Ich hätte also gerne einen passenden Sound zu meiner Stimme, er darf auch ruhig etwas "Gitarriger" sein.

2) Stahlsaiten empfinde ich eher als unangenehm und würde gerne auf sie verzichten wenn es möglich ist.


1) Oben kein Ton + unten kein Ton = Bariton. :D - Vermutlch fallen dir Lieder von Elvis oder Johnny Cash leichter als etwas von Freddie Mercury oder Michael Jackson, stimmts?
Die meisten Tutorials für Ukulele die du im Web findest, sind für "C" gemacht. Greifst du nun auf der Bari dieselben Griffmuster, spielst du die Lieder quasi automatisch in G. (C-dur Akkord auf der Sop/Konz/Ten = G-dur auf der Bariton)

2) DGBE Saiten aus purem Fluorocarbon gibt es zum einen von "Worth", zum anderen von Ken Middelton (Living Water Strings). Letztere bevorzuge ich hier dabei klar. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die bei der Brüko Bariton auch so gut rüberkommen. Die D-Saite ist bei normaler Bari-Mensur schon grenzwetig "labbrig" und die etwas kürzere Brüko-Mensur kommt dem nicht entgegen, im Gegenteil. Ich gehe davon aus, das du letztlich einen Kompromiss machen musst, und zumindest eine umwickelte D-Saite brauchst, weshalb ich dir zu Daddario Fluorucarbon DGBE rate. - Hier ist NUR die tiefe D-Saite umwickelt.
« Letzte Änderung: 07/18/19 ,Juli, 2019, 13:55:08 von wildshake »

Offline Chill

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Antw:Meine erste Bariton (Brüko)
« Antwort #6 am: 07/18/19 ,Juli, 2019, 15:39:08 »
Was die Tonhöhe beim Singen angeht, wäre die eigentliche Lösung das transponieren des Liedes d.h. es in anderer Tonart zu spielen. Manche Apps machen das für Dich auf Knopfdruck, natürlich sind dann andere Akkorde zu spielen. Alternativ könntest Du Dir einen sogenannten Capodaster besorgen und dann mit den gewohnten Griffen höher spielen, entweder dann auch höher singen oder eine Oktave runtergehen beim Gesang.
« Letzte Änderung: 07/19/19 ,Juli, 2019, 09:02:37 von Chill »

Offline TooOldForRockNRoll

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Antw:Meine erste Bariton (Brüko)
« Antwort #7 am: 07/19/19 ,Juli, 2019, 06:25:48 »
Wenn du auch Melodie spielst und gcea wie vermutlich auf deinen anderen Ukulelen als  Stimmung wählst, kann Low G nützlich sein, weil du 6 Halbtonschritte tiefer kommst. Da gibt es entsprechende Saitensätze auf dem Markt.
Music is my best friend

Offline Joralin

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Antw:Meine erste Bariton (Brüko)
« Antwort #8 am: 07/19/19 ,Juli, 2019, 23:26:16 »
Hallo Joralin, Glückwunsch, schönes Stück, guter Zustand.
Es handelt sich um die BRÜKO Bariton-Ukulele No.18; in einem alten Prospekt ist sie genannt, sie wurde z.B. über GEWA, Hopf, evtl. andere vertrieben. Die Wirbel auf Deinem Foto sind nicht mehr original; die originalen direkten "Spezial-Patentwirbel" wurden wohl der besseren Handhabbarkeit wegen durch übersetzte ersetzt.
Die Stimmung ist wie Seimke schon schreibt d g h e  (aber linear, also auf jeden Fall "low"). Stahlsaiten würde ich nicht aufziehen, dafür war sie nicht gedacht, Sätze für Bariton-Ukulele gibt es von vielen Marken, da kennen sich andere Foristen besser aus. Im Original-Prospekt heißt es noch bei Saiten: "Perlon" .
LG erst Mal und viel Freude damit, hinnerk
(auf meiner Sammlungs-homepage   www.ukes-in.de   ist eine No.16 aus Gabun zu sehen, auch nicht mit den originalen Wirbeln/Mechaniken)

Vielen Dank, auch für ausführlichen Informationen, eine schöne Sammlung hast du da ;-).

Eine Low oder High G Saite macht für das Singen keinen Unterschied. Die generelle Umstellung auf die Baritonstimmung (DGBE) macht erst den Unterschied. Da kannst Du wiederum High D oder Low D nehmen, was aber für das Singen wieder egal ist - aber nicht für den Klang der Ukulele. Wenn Du bei der GCEA Stimmung bleibst, ist es für das Singen egal, ob Du Dich mit einer Sopran, Concert, Tenor oder Bariton Ukulele begleitest - die Tonhöhe bleibt immer gleich - es sei denn, Du stimmst die Ukulele direkt eine ganze Oktave runter. Das habe ich noch nie probiert,  aber die Berichte waren m.E. eher demotivierend...
Danke, das hilft mir schon mal weiter  :).


1) Ich singe eher im etwas tieferen Bereich (zwischen "Tenor" und "Bass"?). Die Begleitung auf meinen bisherigen Ukulelen war häufig etwas zu hoch für mich um dazu zu singen, aber das kommt natürlich auf das Lied an.Ich hätte also gerne einen passenden Sound zu meiner Stimme, er darf auch ruhig etwas "Gitarriger" sein.

2) Stahlsaiten empfinde ich eher als unangenehm und würde gerne auf sie verzichten wenn es möglich ist.


1) Oben kein Ton + unten kein Ton = Bariton. :D - Vermutlch fallen dir Lieder von Elvis oder Johnny Cash leichter als etwas von Freddie Mercury oder Michael Jackson, stimmts?
Die meisten Tutorials für Ukulele die du im Web findest, sind für "C" gemacht. Greifst du nun auf der Bari dieselben Griffmuster, spielst du die Lieder quasi automatisch in G. (C-dur Akkord auf der Sop/Konz/Ten = G-dur auf der Bariton)

2) DGBE Saiten aus purem Fluorocarbon gibt es zum einen von "Worth", zum anderen von Ken Middelton (Living Water Strings). Letztere bevorzuge ich hier dabei klar. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die bei der Brüko Bariton auch so gut rüberkommen. Die D-Saite ist bei normaler Bari-Mensur schon grenzwetig "labbrig" und die etwas kürzere Brüko-Mensur kommt dem nicht entgegen, im Gegenteil. Ich gehe davon aus, das du letztlich einen Kompromiss machen musst, und zumindest eine umwickelte D-Saite brauchst, weshalb ich dir zu Daddario Fluorucarbon DGBE rate. - Hier ist NUR die tiefe D-Saite umwickelt.


Danke für die Empfehlung. Ich war etwas zu vorschnell, und habe schon bestellt, da ich in einem anderen Thread positives über die Living Water Strings gelesen hatte. Ich war mir nicht im Klaren, dass es damit  bei der Brüko eventuell Probleme geben könnte. Macht es Sinn die Living Water Strings zu nehmen und nur die D-Saite durch die einer anderen Marke zu ersetzen?

Was die Tonhöhe beim Singen angeht, wäre die eigentliche Lösung das transponieren des Liedes d.h. es in anderer Tonart zu spielen. Manche Apps machen das für Dich auf Knopfdruck, natürlich sind dann andere Akkorde zu spielen. Alternativ könntest Du Dir einen sogenannten Capodaster besorgen und dann mit den gewohnten Griffen höher spielen, entweder dann auch höher singen oder eine Oktave runtergehen beim Gesang.
Dankeschön für die Infos!

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Wenn du auch Melodie spielst und gcea wie vermutlich auf deinen anderen Ukulelen als  Stimmung wählst, kann Low G nützlich sein, weil du 6 Halbtonschritte tiefer kommst. Da gibt es entsprechende Saitensätze auf dem Markt.
Danke für die Info!

Offline TooOldForRockNRoll

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Antw:Meine erste Bariton (Brüko)
« Antwort #9 am: 07/20/19 ,Juli, 2019, 08:00:46 »
Wenn du auch Melodie spielst und gcea wie vermutlich auf deinen anderen Ukulelen als  Stimmung wählst, kann Low G nützlich sein, weil du 6 Halbtonschritte tiefer kommst. Da gibt es entsprechende Saitensätze auf dem Markt.
Übrigens gibt es die cgea-Saiten für Bariton auch von Living Water Strings/Ken Middleton. Die habe ich auf meiner Clearwater Bariton drauf.
Nun weiß ich nicht wie die Mensurlänge deiner Brüko ist, aber es gibt auch Saiten in Baritonstimmung für die kürzere Tenormensur. Craig Chee benutzt z.B. welche von GHS. Wobei die reentrant gestimmt sind, d.h. für Low G bräuchtest du noch eine weitere Saite zur Ergänzung. Vielleicht wäre das auch eine Alternative wenn die Mensur der Brüko nicht so lang ist wie bei anderen Bariton.
Weitere Alternative ist der deutsche Hersteller Pyramid, der dir die gewünschten Saiten passend zur Mensur custommade zusammenstellt.
« Letzte Änderung: 07/20/19 ,Juli, 2019, 08:09:33 von TooOldForRockNRoll »
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Offline ukemouse

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Antw:Meine erste Bariton (Brüko)
« Antwort #10 am: 07/24/19 ,Juli, 2019, 06:44:21 »
Wenn dir Lieder zu hoch sind, dann mußt du die Akkorde transponieren. Welche Uke du spielst spielt dabei keine Rolle.
Ein C ist ein C, egal auf welchem Instrument du den Akkord spielst.