Autor Thema: Enya Nova U  (Gelesen 485 mal)

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Offline Buhnenhuper

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Enya Nova U
« am: 10/28/19 ,Oktober, 2019, 20:27:23 »
Moin,

heute ist die Enya Nova U angekommen.

Die Uke war in der mitgelieferten Tasche, deren Reißverschluss sich nur mit Mühe und Gewalt öffnen ließ.

Die Uke hat eine kleine Delle auf der Rückseite, der Lack hat Verarbeitungsmängel und nach 5 Minuten spielen waren die ersten
Mikrokratzer von meinen Fingernägeln unterhalb der Saiten auf der Decke.

So weit so chinesisch.

Ansonsten ist scheinbar alles OK und die Nova lässt sich gut bespielen, macht sogar richtig Spass.

Was den Klang angeht:

 Klar, laut, etwas Banjomässig, gutes Sustain.
Man hört schon, dass es eine Kunstoffuke ist, aber ist deshalb nicht schlecht, sondern anders.

Also ich mag die Nova und werde sie mal ausgiebig spielen und dann hier mal ein Update reinstellen.

MfG




Offline TooOldForRockNRoll

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Antw:Enya Nova U
« Antwort #1 am: 10/29/19 ,Oktober, 2019, 08:17:43 »
Hallochen,

ich habe diese Enya bereits seit ein paar Wochen nachdem ich eine Rezension darüber bei https://www.gotaukulele.com/2019/09/enya-nova-u-carbon-travel-concert.html gelesen/gesehen hatte. Meine kam absolut unfallfrei bei mir einen Tag nach der Bestellung an, d.h. sie kam direkt aus einem deutschen Lager. Bei einem Einzelversand direkt aus China kann ich mir schon vorstellen, dass das Risiko eines Transportschadens eher höher ist. Jedenfalls war meine absolut mängelfrei. Allerdings war die Farbauswahl bei den in Deutschland vorrätigen Exemplaren eingeschränkt, entweder pink oder orange. Ich hatte mich für orange entschieden.  :D

Die Tasche ist passgenau, allerdings sehr einfach verarbeitet.

Von der Spielbarkeit her bin ich begeistert, dazu tragen die niedrige Saitenlage und in den oberen Bunden das leicht gewölbte Griffbrett bei. Ich habe sie in den vergangenen Wochen sehr häufig gespielt, Kratzer durch Strumming habe ich noch keine festgestellt. Durch den Cutaway besteht bei mir auch weniger die Gefahr, dass ich bei den Abschlägen mit den Fingernägeln die Decke berühre. Wobei ich die letzten Wochen vor allem Chord Melody gespielt bzw. gelernt habe und dazu vor allem den Daumen einsetze, auch bei den Strums.

Der Klang hat mich auch überzeugt. Direkten Vergleich zu anderen Plastik-Uken habe ich nicht, hatte aber in der Vergangenheit schon mal eine Waterman und eine Outdoor Ukulele zum kurz anspielen in den Händen. Deren Klänge hatten mich damals nicht begeistert, aber der direkte Vergleich fehlt halt. Vor allem den Klang der Waterman habe ich als sehr "plastikdosenhaft" in Erinnerung. Die Nova ist nicht von der lauten Sorte ohne auffallend leise zu sein. Sie hört sich auch mit den "klassischen" Stücken (überwiegend alte Gitarrenmusik auf Ukulele umgesetzt) gut an, welche ich in den letzten Wochen oft gespielt hatte.

Für mich ist sie eine gut klingende und super spielbare Ukulele, die nebenbei auch noch sehr robust ist. Zur Größe: Konzert, aber die Mensur ist mit 40 cm etwas länger als bei anderen Instrumenten in dieser Größenklasse.
« Letzte Änderung: 10/29/19 ,Oktober, 2019, 10:01:29 von TooOldForRockNRoll »
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Offline Bebopalula

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Antw:Enya Nova U
« Antwort #2 am: 10/29/19 ,Oktober, 2019, 12:06:43 »
Schöne Berichte von euch. :) Ich überlege, ob ich auch mal eine bestelle.

 
Zitat
Also ich mag die Nova und werde sie mal ausgiebig spielen und dann hier mal ein Update reinstellen.

Das wäre natürlich ganz toll! :)
___________________________________________
https://www.youtube.com/user/BebopalulaUke/videos

Offline Buhnenhuper

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Antw:Enya Nova U
« Antwort #3 am: 10/29/19 ,Oktober, 2019, 21:24:27 »
Ich habe sie heute den ganzen Tag gespielt, genaugenommen hauptsächlich gezupft.
Ich weiss nicht genau was für Saiten drauf sind, jedenfalls die mitgelieferten Fluorcarbon.

Sie ist jetzt stimmstabil und die Saiten sind die besten, die ich bisher gespielt habe von der
haptik her. Der klang ist klar und präzise. Die Spannung genau richtig für mich.
Als leise empfinde ich sie nicht, vielleicht liegts aber am Schallloch an der Oberseite und im
Vergleich zur Fender Montecito, die ja auch nicht die lauteste ist.

Was ich mag ist der dünne Korpus, dadurch ist sie sehr handlich.

Jedenfalls zupfe ich sie lieber, denn beim Strummen klingt sie eher nach Kunststoffuke, da fehlt
mir irgendwie ein bischen die Wärme von Holz.

Offline Buhnenhuper

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Antw:Enya Nova U
« Antwort #4 am: 10/30/19 ,Oktober, 2019, 16:32:54 »
Heute hab ich sie als Outdoor-Ukulele genutzt, als Ukulele togo ist sie unbedingt tauglich.

Beim Waldspaziergang hat sie ihr Potential voll entfalten können, eben leicht, dünn und handlich, es fehlt nur noch eine eingebaute
Fingerheizung.

Nur von der Fauna hab ich nix gesehen.😁
« Letzte Änderung: 10/30/19 ,Oktober, 2019, 16:36:10 von Buhnenhuper »

Offline Buhnenhuper

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Antw:Enya Nova U
« Antwort #5 am: 11/02/19 ,November, 2019, 02:06:49 »
Ich Spiel die Nova jetzt seit 5 Tagen und habe seitdem keine Lust mehr die Montecito zu spielen, obwohl die Fender
mit Zubehör dreimal soviel kostete. Ich weiss nicht was ich davon halten soll, aber die billig "Plastikuke"ist jetzt mein Maßstab.
Irgendwie beunruhigt mich das.!?

Offline TooOldForRockNRoll

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Antw:Enya Nova U (Jammern auf hohem Niveau...)
« Antwort #6 am: 12/02/19 ,Dezember, 2019, 08:33:50 »
Moin, Moin und Servus,

nach dem ich die Enya Nova U seit einiger Zeit immer wieder mal spiele möchte ich nun doch noch auf zwei Nachteile hinweisen. Wobei das allerdings "Jammern auf hohem Niveau" ist.

1. Die Bunde heben sich farblich nicht vom Griffbrett ab. Da kann es in den höheren Lagen unter Umständen schon mal schwierig werden die richtigen Akkorde zu treffen. Insbesondere wenn man häufig unterschiedliche Mensuren spielt und die Griffbrettpositionen nicht völlig blind findet. Das kann man evt. durch seitliches Einfärben der Bundstäbchen verbessern, genauso wie man Klebepunkte o.ä. als Bundmarkierungen am Hals bzw oberen Griffbrettrand anbringen kann.

2. Wenn es darauf ankommt dass man die G-Saite beim Strumming gut heraushört, z.B. weil auf ihr die Melodienote gespielt wird, ist es vmtl. durch den Griffbrettradius bedingt in den etwas höheren Lagen etwas schwierig, die G-Saite wenigstens gleich laut wie die anderen Saiten anzuschlagen. Zumindest habe ich persönlich Schwierigkeiten damit.

Ich wünsche euch einen schönen Tag!
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