SongbookPro - eure Erfahrungen

Begonnen von Bebopalula, 13. Feb 2023, 10:11:32

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Bebopalula

Bei unserem morgigen Stammtisch in Bremen wird ein Ukel-Freund, der seit einiger Zeit die Papierform für Songs aufgegeben hat und alles digital mit dem Tablet macht, das Programm SongbookPro vorstellen.

Ich bin sehr gespannt, denn es gibt ja im Gruppenbereich seit langem die Diskussion darüber, ob man auf Tablet umstellt oder die Papierform beibehält. Die Meinung in unserer Stammtisch-Gruppe ist sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite wird durchaus der Vorteil gesehen, dass man keine (Leitz-) Ordner oder Songbooks mit herumschleppen muss, um gemeinsam spielen zu können, auf der anderen Seite gibt es bestimmte Hemmungen gegenüber der Technik, des Erwerbs eines Tablets, der Unsicherheit bei nicht so Technik-Affinen. Auch wird auf das mögliche Durcheinander verwiesen, wenn Papier- und Tablet-Formen parallel existieren.

Morgen also sollen z.B. folgende Fragen beantwortet werden:
- Wie lade ich Songs mit Akkordsymbolen aus dem Internet ins Programm?
- Wie gestalte ich die Seiten für meine Songs?
- wie kann ich die Schriftgröße meinen Bedürfnissen anpassen?
- Wie ändere ich die Tonart auf dem Songblatt?
- Wie stelle ich die Scrollfunktion für die einzelnen Songs ein? Usw.

Wer dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen; Beginn im Brodelpott um 18.15 Uhr (vor dem Stammtisch/Session).

Mich interessiert aber besonders, welche Erfahrungen ihr mit der Diskussion über solche Umstellungen in euren Gruppen gemacht habt und gfl. eure Erfahrungen mit diesem Programm (oder ähnlichen).
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https://www.youtube.com/user/BebopalulaUke/videos

louis0815

#1
Ich bin irgendwann mal auf SongBook gekommen, weil ich auf der Suche nach einem Tool für die brauchbare Anzeige von ChordPro Dateien war; ziemlich bald habe ich mir dann auch die Vollversion gegönnt, die war mir das Geld wert.
Wer's nicht kennt: ChordPro ist dieses weit verbreitete Textformat mit den Akkorden in eckigen Klammern, u.a. auch die Basis von Jim's Ukulele Songbook1. [A]Why are there [F#m]so many [D]songs about [E7]rainbows
And [A]what's on the [F#m]other [D]side? [E7]
[A]Rainbows are [F#m]visions, but [D]only il-[E7]lusions,
And [A]rainbows have [F#m]nothing to [D]hide. [D]

Programme wie SongBook können diesen Code lesbar aufbereiten und formatieren - und genau da liegt der Vorteil: alle verwenden den gleichen Quellcode, aber jeder kann sich die Anzeige nach eigenen Vorlieben gestalten. Anders als bei PDF, wo der Autor die Optik festlegt und man allenfalls noch am Zoomfaktor spielen kann.
(Screenshot ist nicht von SongBook, sondern zeigt nur eine Möglichkeit der Darstellung)

Wenn man jemanden hat, der alle Songs in einer Cloud (Dropbox, OneDrive, ...) für alle zur Verfügung stellt, dann sind sogar alle immer auf dem aktuellsten Stand (bzw. können es sein). Je nach Ausgangsmaterial kann das aber ein Haufen Arbeit sein, bis es erstmal steht - und an der Stelle verläuft so mancher Umstellversuch wieder im Sande...
Als Beispiel das Stichwort Refrain: bei der Druckausgabe schreibt man den einmal hin, auf der nächsten Seite steht dann nur noch "Refrain" und das Auge springt zurück. Das funktioniert auf dem Tablet nicht mehr so einfach und verträgt sich auch nicht mit Autoscrolling - falls man sich nicht vorher die Mühe macht und den Refrain tatsächlich jedesmal voll ausschreibt.
Und die Seitenausrichtung ist tendenziell auf Tablets quer, aber auf Papier hochkant - auch das sollte man berücksichtigen (nicht jeder kann sein Tablet ohne weiteres hochkant hinstellen, nur Querformat geht eigentlich immer)

Inzwischen habe ich aber neben der reinen "Stammtischliteratur" auch immer mehr mit Notensätzen zu tun und bin dafür auf MobileSheets umgestiegen, weil ich da in einem PDF individuelle Sprungmarken setzen kann, die sich dann per Bluetooth-Pedal der Reihe nach abarbeiten lassen. Seite für Seite umblättern ist ja trivial, das kann jeder, aber bei Wiederholungen und komplexeren Sprüngen (da Capo, dal Segno al Fine, ...) wird die Luft schon dünner. Und ein Tablet passt immer auf den Notenständer, ab einer gewissen Anzahl Papierseiten wird es schwierig.

Was mir immer noch fehlt ist eine App, die auch mit den erweiterten Features von ChordPro zurechtkommt; gerade die Möglichkeit, Griffe individuell pro Song zu definieren (weil die Inversion besser klingt oder es eben ausnahmsweise mal kein Standardakkord ist), fehlt mir immer wieder - und dann lande ich doch wieder im Web und/oder auf Papier....




Bei den diversen Stammtischen macht es immer noch jeder wie er mag - manche schleppen Papier, andere haben alles auf dem Tablet/iPad und manche verlassen sich einfach drauf, dass sie jemandem über die Schulter schauen können.
Ein zentraler Speicherort für alle Songs ist auf jeden Fall hilfreich, Beamer und Leinwand ebenfalls (da freuen sich auch die weniger technikaffinen Mitspieler).
::===( o ו )  ( ו o )===::
Sopranino: Antica Ukuleleria Allegro
Sopran: Makala MK-S, Kala SSTU-FMCP, Makala Waterman, Firefly Banjolele, Flight TUS-50, Flight WUS-3, Kala Bambus
Konzert: Flea M-42, Blackbird Clara, ukuMele Akazie I (CGDA), Big Island KTO-CT, Noah 8string, Kiwaya KPC-5K, Risa Stick, Romero STC-X, Brüko K021
Tenor: Pono MTDX8, KoAloha KTM-25
Bass: Kala UBass EM-FS (Aquila Red)


(Jeder kann mitsegeln, auch ohne Vorkenntnisse: www.alex-2.de)

allesUkeoderwas

Das einfachste ist immer das beste - Und das ist Papier.

Was aber nicht ausschließt, daß man die Lieder im Chord Pro Format aufbereitet.
Ich finde es gut, da die Akkordwechsel im Idealfall genau da stehen, wo sie stattfinden.
Gut ist anschließend auch die Möglichkeit der unterschiedlichen Darstellung (Chords im Text, oder über dem Text, ...)
Das Ganze macht aber viel Arbeit.

Für Papier spricht:
- Zusatznotizen mal eben auf Papier anzubringen ist einfacher, als auf dem Pad.
- Papier geht nicht kaputt, wenn es runterfällt
- Papier kann man auch gut lesen, wenn die Sonne drauf scheint
- Ein A4 Blatt liest sich besser, als ein kleineres Tablet
- Papier braucht keine Stromversorgung

Ich hab mir extra ein 13,3 Zoll großes Tablet (Gibt es bezahlbar von HannSpree) und ein 3-fach Pedal zum Steuern angeschafft, hab aber schnell bemerkt, daß Papier sehr viel praktischer ist. Ich mach lieber Musik, als mich mit Chord Pro und Pad zu beschäftigen.

Diese (meine) Meinung basiert auf der Erfahrung als Bassist und Gitarrist in einer Rockband (Proben und Auftritte), kann mir aber gut vorstellen, daß in einer Ukulelengruppe (Wo alle das gleiche spielen) ein Pad ganz angenehm ist, zumindest, wenn sich jemand findet, der die Chord Pro Dateien erstellt, pflegt, aktualisiert und für alle zugänglich in der Cloud ablegt. Zudem vertrete ich die Meinung, daß man ein Lied erst dann richtig spielt, wenn man es auswendig kann (Unterscheidet vermutlich auch den Bandeinsatz vom Einsatz in einer Ukulelengruppe).

Gruß, Jogi
Ukulelen: Nur Schrott

Bebopalula

Danke für eure Anmerkungen und Hinweise. Besonders wichtig scheint mir, dass sich jemand findet, der die Songs  für eine Gruppe sammelt und pflegt, damit letztlich alle über das gleiche Material verfügen. Mal sehen, was die Infoveranstaltung bringt und wie die Teilnehmer darauf reagieren. Ich werde darüber berichten.
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https://www.youtube.com/user/BebopalulaUke/videos

Bebopalula

Der Vortag gestern war ein Einführung in die App und bezog sich weitgehend auf die Bedienung, Oberfläche und die einzelnen Features. Also insbesondere für diejenigen interessant, die statt auf Papier künftig digital speichern und bearbeiten wollen. Das war OK, aber die Zeit für einen Stammtisch-interessanten Fragen nach der Bearbeitung oder Pflege z.B. eines gemeinsamen Songbooks reichte nicht aus. So bleibt es zunächst bei dem Interesse nach individuellen Anschaffungen eines Tablets und einer derartigen App.
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https://www.youtube.com/user/BebopalulaUke/videos

allesUkeoderwas

Zitat von: Bebopalula am 15. Feb 2023, 10:10:26
Also insbesondere für diejenigen interessant, die statt auf Papier künftig digital speichern und bearbeiten wollen.

Naja, Songbook ist durchaus auch für die interessant, die Chordsheets auf Papier bevorzugen, aber Ordnung in das Papierchaos bringen wollen, insbesondere dann, wenn man für eine größere Gruppe ein gemeinsames Liederbuch organisieren und verwalten will. Irgendwo müssen die Blätter ja herkommen, selbst dann, wenn man keinen Gombjuder besitzt. Man kann natürlich auch alles als Pdf, Text, oder Bilddateien, etc. unsortiert in einem Cloud Ordner für die Gruppe bereithalten und hoffen, daß sich vor dem Stammtisch, etc. jeder die Blättchen ausdruckt, bzw. vor Ort auf das Pad nach umständlicher Sucherei herunterlädt. Das ist ja meist der Istzustand, es sei denn es findet sich jemand, der zum Treffen Blättchen mitbringt und an alle verteilt.
Ukulelen: Nur Schrott

louis0815

Zitat von: allesUkeoderwas am 15. Feb 2023, 11:42:53Das ist ja meist der Istzustand, es sei denn es findet sich jemand, der zum Treffen Blättchen mitbringt und an alle verteilt.
Oder man hat Beamer und Leinwand zur Verfügung, das spart auch jede Menge Papier...
::===( o ו )  ( ו o )===::
Sopranino: Antica Ukuleleria Allegro
Sopran: Makala MK-S, Kala SSTU-FMCP, Makala Waterman, Firefly Banjolele, Flight TUS-50, Flight WUS-3, Kala Bambus
Konzert: Flea M-42, Blackbird Clara, ukuMele Akazie I (CGDA), Big Island KTO-CT, Noah 8string, Kiwaya KPC-5K, Risa Stick, Romero STC-X, Brüko K021
Tenor: Pono MTDX8, KoAloha KTM-25
Bass: Kala UBass EM-FS (Aquila Red)


(Jeder kann mitsegeln, auch ohne Vorkenntnisse: www.alex-2.de)