Schrumpfende uBass Saiten?

Begonnen von Lucky _uke, 04. Apr 2023, 21:27:13

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Lucky _uke

Ich habe immer die Saiten von meiner Bass-Ukulele (Pahoehoe, Polyurethan) aufbewahrt, wenn ich mal andere Saiten ausprobieren wollte. Wer weiß, vielleicht kann man die alten Saiten ja noch einmal brauchen. Oder ich bastle mal damit. Oder, oder.
Jetzt habe ich letztens die alten Saiten wieder rausgezogen - und festgestellt, dass die geschrumpft sind :o
Ungefähr ein Viertel der Mensur-Länge fehlt.

Ich erkläre mir das so, dass die Polyurethan-Saiten sich im aufgespannten Zustand deutlich längen. Da man nicht zu viel um die Mechaniken wickelt, habe ich immer wieder den 'übrigen' Teil, der sich oben rum kringelt, abgeschnitten. Im entspannten Zustand relaxieren die Saiten wieder - und der abgeschnittene Teil fehlt dann natürlich.
Übrigens sieht man bei den aufgespannten Saiten auch deutlich, wie der Teil der unter Spannung steht, sich gelängt hat und dünner geworden ist. Das wird beim Schrumpfen natürlich auch wieder rückgängig gemacht.
Wenn man also irgendwelche PU-Saiten noch zum Basteln verwenden will: Nicht abschneiden!
Für mich hat sich das Thema sowieso erledigt, weil ich auf Nylon-wound Saiten umgestiegen bin (Galli Black Nylon)

Grüße,

Lucky _uke

allesUkeoderwas

Tja, nix ist für die Ewigkeit.  >:(
Ich hab meine Pahoehoe stets gespannt auf dem Bass gelassen. Die Enden hab ich nicht gekürzt, da es so zum "einzigartigen" Bass passte. Hat 18 (!!!) Jahre gehalten. Dünner geworden sind die Saiten schon nach wenigen Wochen, hat mich aber nur bei der G Saite gestört, da sie sich dann haptisch unangenehm spielen ließ. Im Laufe der Jahre hatte ich dann den Eindruck, daß die ungenutzten Enden immer störrischer und härter wurden, was wohl mit den flüchtigen Weichmachern zu tun hat. Ist vermutlich auch das Problem bei Deinen Saiten. Ich hatte hier mal berichtet: https://www.ukulelenboard.de/index.php?topic=25467.msg357573#msg357573 Ähnliche Probleme mit flüchtigen Weichmachern wird man wohl über die Jahre bei allen PU Strings haben. Und auch die umwundenen Saiten mit synthetischem Kern (Nylon, etc.) wie Galli und Co. werden sich irgendwann verabschieden, da dem Kern die Weichmacher entfleuchen. Anders bei den Saiten mit Stahlkern, wie z.B. den Pyramid Tapewounds. Wichtiger (!!!) Tipp: Vorsicht beim Kürzen von umwickelten Saiten! Der Kern, der von Haus aus am Ende mit der Umwickelung fest verbunden ist, flutscht aus der Umwickelung, bzw. die Umwickelung "trieselt" sich ab und die Saite ist futsch.

Gruß, Jogi
Ukulelen: Nur Schrott

Lucky _uke

Zitat von: allesUkeoderwas am 05. Apr 2023, 09:00:54Hat 18 (!!!) Jahre gehalten.
Wow!
Naja, ich hab die Saiten ja nicht aus Notwendigkeit gewechselt...
Nur mal schauen, wie es mit anderen Saiten klingt... könnte ja sein, dass es besser klingt  ::)
Und tatsächlich, nach einer kleinen Irrfahrt bin ich mit den Black Nylons am Ziel.

Aber interessant. Ich hab mich schon oft gefragt, wie lange die PU-Saiten halten. Jetzt weiss ich es. 18 Jahre! Die Info nehme ich doch gleich mal, um meinen Bass-Lehrer damit zu ärgern  ;D

Grüße,

Lucky _uke