lowG für 8saiter?

Begonnen von Knasterbax, 10. Aug 2023, 09:47:08

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Knasterbax

Guten Morgen,

neu bei mir eingezogen ist eine achtsaitige Leho, bespannt mit Fluorcarbon, mit Ausnahme der tiefen G-Saite, die metallumwunden ist, was ich nicht so charmant finde.
Also habe ich die ersetzt durch eine lowG aus der Aquila Red-Serie, was wohl nicht unüblich ist.

Heute früh nachgestimmt - ZAPP! Zwischen Sattel und Stimmwirbel ist sie durchgerissen, also nicht an einer scharfkantigen Stelle.

Bevor ich jetzt die nächste Red bestelle, meine Frage: Habt Ihr noch einen anderen Tipp, welche - nicht-umsponnene - Saite ich aufziehen könnte?

Dank & Gruß vom
Knasterbax
Ich bin ja eher fürs Spielen als fürs Üben. (skiffle)

allesUkeoderwas

Mahlzeit,

Worth low G (auch Carbon), oder evtl. eine entsprechend dicke Carbon Saite aus einem Gitarrensatz (Ich mag Savarez 500 AJ), oder C Saite vom Baritonsatz der gleichen Marke, die schon auf der Taropatch ist, oder eben neue Red probieren (Bei mir ist schon lange keine mehr gerissen - Hatte bestimmt schon 'ne Macke). Probieren geht über studieren.  :D

Gruß, Jogi
Ukulelen: Nur Schrott

Knasterbax

Danke, Jogi, vor allem der Tipp mit der Bariton-Saite sollte weiterhelfen, muss heute abend mal in der Saitenkiste grabbeln. Eine braune Worth könnte da ooch noch drinne sein.
Ich bin ja eher fürs Spielen als fürs Üben. (skiffle)

TooOldForRockNRoll

#3
Ich nehme an es ist eine Tenor, Achtsaiter sind das ja meist. Eine nicht umwundene Low G die man auch einzeln bekommt wäre noch die Oasis UKE-4th Low G aus Fluorcarbon.
Music is my best friend

Knasterbax

So, eine rote Bari-Saite war's schon mal nicht (zu wenig Saitenzug), aber eine Worth Brown lowG macht sich fürs Erste ganz gut (evtl. muss der Sattelschlitz noch ein bisschen breiter werden).

Richtig, Peter, ich vergaß zu erwähnen: Es ist eine Tenor. Danke für den Tipp mit der Oasis-Einzelsaite, kannte diese Marke noch gar nicht.
Ich bin ja eher fürs Spielen als fürs Üben. (skiffle)

barksist

Herr Mohri hatte zur Besaitung seiner 8-Saiter glaubich bei Kürschner bestellt. Ich hab da mal auf der Website geguckt,da taucht aktuell gar nicht mehr das Instrument Ukulele bei den Auswahlmöglichkeiten auf, aber vieleicht kann man ihn ja anschreiben. Ich war damit recht glücklich bisher, muss mich demnächst auch mal wieder kümmern. 

ukemouse


Knasterbax

Der Support hier ist einfach unglaublich. Und da sage einer, dieses Forum sei allmählich überflüssig...
Danke euch!
Ich bin ja eher fürs Spielen als fürs Üben. (skiffle)

allesUkeoderwas

So isset!

Mal 'ne Frage: Was fandest Du nicht so charmant? Den Klang, den Look, oder die Haptik? Meine Feststellung zu unumwundener Low G: entweder zu schlaff, zu dick und störrisch, oder Sound zu matschig.

Theoretisch könnte man die Taropatch ja auch mal in high G doppelchörig, ohne Oktavierung betreiben...
Ukulelen: Nur Schrott

TooOldForRockNRoll

#9
Zitat von: barksist am 11. Aug 2023, 16:33:44Herr Mohri hatte zur Besaitung seiner 8-Saiter glaubich bei Kürschner bestellt. Ich hab da mal auf der Website geguckt,da taucht aktuell gar nicht mehr das Instrument Ukulele bei den Auswahlmöglichkeiten auf, aber vieleicht kann man ihn ja anschreiben. Ich war damit recht glücklich bisher, muss mich demnächst auch mal wieder kümmern. 

Zu den von Claus Mohri empfohlenen Kürschner-Saiten für eine Taropatch gibt es einen Link. Wobei zu beachten ist dass er unter einer Taropatch eine Achtsaiter in Konzertgröße versteht. Diese modernen Achtsaiter sind ja fast alle Tenor. Für normale Tenöre gibt es auf der Seite auch eine Empfehlung. Und man kann dort auch einen schönen Nachruf lesen.

http://ukulelezeit.de/nachruf-claus-mohri-gestorben/
Music is my best friend

barksist


barksist

#11
Da ist nicht nur meine Taropatch von Claus Mohri größer, ich hab das hier mal fotografiert. Ist sogar etwas größer als Tenor. Da sind dann auch noch mal die Maße der Saiten. Ich hab aber auch schon welche in Concert Größe gesehen...

gerald

Zitat von: TooOldForRockNRoll am 13. Aug 2023, 14:17:59Zu den von Claus Mohri empfohlenen Kürschner-Saiten für eine Taropatch gibt es einen Link. Wobei zu beachten ist dass er unter einer Taropatch eine Achtsaiter in Konzertgröße versteht. Diese modernen Achtsaiter sind ja fast alle Tenor.
Diese Unterscheidung kommt nicht von Claus. Es gibt zwei unterschiedliche Arten achtsaitiger Ukulelen
mit unterschiedlicher Herkunft.

Das Taropatch gibt es von Martin seit ca. 1916. Es wurde in unterschiedlichen Stimmungen gespielt und
hat ungefähr die Größe einer Concert-Ukulele. Soweit ich weiß, ist hier die Geschichte aber umgekehrt.
Es gab zuerst das Taropatch mit acht Saiten, später ist man darauf gekommen, dass man das auch mit nur
vier Saiten als etwas größere Ukulele produzieren kann. So ist dann die Concert-Ukulele entstanden.
Der Name Taropatch leitet sich meines Wissens von der Bevölkerungsgruppe ab, die diese Instrumente
vorwiegend genutzt hat.

Die zweite Entwicklungslinie ist, dass Sam Kamaka Jr. eine Ukulele mit vollerem Klang entwickeln
wollte. Sein erster Entwurf war im Jahr 1959 eine Tenor-Ukulele mit sechs Saiten; hohes G, C-Saite
doppelt, d.h. tiefes C und hohes C, E und die A-Saite wieder doppelt, hohes A und tiefes A. Bei dieser
Ukulele ist die unterste Saite die tiefste Saite, was für Saiteninstrumente doch recht ungewöhnlich ist.
Diese Art von Ukulele nannte Kamaka dann Liliu.
Solche Instrumente  werden auch heute noch von vielen Herstellern angeboten. Sie sind durch die
ungewöhnliche Anordnung der Saiten vom Klang her doch recht speziell und für Picking oder Melodien sehr
gewöhnungsbedürftig bzw. nahezu ungeeignet. In einer Gruppe geben sie aber eine tolle Klangerweiterung.
Dass der Klang zwar voller, aber doch recht weit von der typischen Ukulele entfernt ist, hat Sam
Kamaka Jr. irgendwann doch etwas gestört und so hat er dsa weiterentwickelt und 1976 die Liliu VIII
vorgestellt. Eine Tenor-Ukulele mit acht Saiten, die hohe G-Saite wird um eine nach unten oktavierte Saite ergänzt, die C-Saite um eine nach oben oktavierte, E- und A-Saite werden einfach gedoppelt.

Die meisten aktuell angebotenen achtsaitigen Ukulelen orientieren sich an der Liliu VIII, sind von
der Größe her Tenor-Ukuelelen und die Saitenverteilung entspricht auch dem Vorbild.

Nur wenige Hersteller, z.B. Kiwaya oder Ohana, haben oder hatten in den letzten Jahren auch ein
Taropatch im Programm, d.h. eine Concert-Ukulele mit acht Saiten. Wie diese gestimmt waren, weiß
ich nicht.

Louis0815

Es gibt noch jemanden, der 8saitige Konzert- und sogar Baritonukulelen im Angebot hat: https://noahukuleles.com/product-category/5-and-8-string-ukuleles/

Gestimmt sind die "wie üblich" mit G und C oktaviert, E und A gedoppelt (bei Bariton dann in DGBE).

Bei etwas speziellere Saitensätzen lohnt sich sicherlich eine kleine Anfrage bei Ken Middleton (Living Water Strings) und/oder Peter Sedlmeyr vom gleichnamigen Musikhaus in Aichach
::===( o ו )  ( ו o )===::
Sopranino: Antica Ukuleleria Allegro
Sopran: Makala MK-S, Kala SSTU-FMCP, Makala Waterman, Firefly Banjolele, Flight TUS-50, Flight WUS-3, Kala Bambus
Konzert: Flea M-42, Blackbird Clara, ukuMele Akazie I (CGDA), Big Island KTO-CT, Noah 8string, Kiwaya KPC-5K, Risa Stick, Romero STC-X, Brüko K021
Tenor: Pono MTDX8, KoAloha KTM-25
Bass: Kala UBass EM-FS (Aquila Red)


(Jeder kann mitsegeln, auch ohne Vorkenntnisse: www.alex-2.de)