U Bass - Stegeinlage runterschleifen

Begonnen von topinambur, 14. Jan 2024, 18:30:24

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ukelmann

Zitat von: topinambur am 19. Jan 2024, 21:19:38Tendovaginitis, Epicondylitis?

Auf jeden Fall gute Besserung und Geduld für eine Gesundung!
Plinke-ti plinke-ti plinke-ti PLING

allesUkeoderwas

#16
Das sind Probleme.  ???

Zum Glück wiegt so ein kleiner akustischer U-Bass nur ca. 1,3 Kg und hat äußerst labberige, weiche Saiten. Wer jedoch einen "richtigen" Bass spielt, der durchaus auch mal 4 bis 5 Kg auf die Waage bringt, hat zusätzlich zu verärgerten Sehnen und deren Scheiden meist auch noch Rücken und Trapezius und ist daher oft Stammgast beim Physiotherapeuten.  :D

Zurück zum Thema:
Hier im Forum sind ja bunte Bildchen sehr beliebt, hab daher mal 2 geknipst. So sieht es bei meinem (und auch bei den meisten anderen akustischen U-Bässen aus...



und...



Zu sehen ist die ab Werk optimal vorgegebene Saitenlage für PU-Strings. Die eigens für den U-Bass gefertigten Silver-Roundwounds (im Bild zu sehen), sowie auch andere, wie Flats, etc. kommen damit auch zurecht und waren bei Erscheinen auf dem Markt eine echte Bereicherung (da lauter und mehr Klangmöglichkeiten), mir persönlich verging mit diesen Saiten und dieser Saitenlage jedoch sehr schnell der Spaß am Spielen. Jedes Mal, wenn ich die Saite auf den Bund niederdrücke, muß ich erst diesen riesigen Saitenabstand überwinden. Das kostet Kraft und Zeit.

Ideal wäre es, wenn der Abstand am 1. Bund 0,2 - 0,25 statt 1,25 mm wäre und am 12. Bund 2 statt > 3,5 mm wäre. Das bekommt man aber wegen der konstruktiven Gegebenheiten beim akustischen U-Bass nicht hin. Meine Schlußfolgerung daraus: Die Gummisaiten müssen wieder drauf. Ansonsten gibt es zum Glück auch noch andere kleine Akustikbässe, die besser für Nicht-Gummi-Saiten geeignet sind.

Die schöne Lehre hab ich mir übrigens mit dem 3D Drucker selbst gebastelt.
Ukulelen: Nur Schrott

topinambur

Oh ja! Die Bilder :-)
Ich bin sehr beeindruckt von der Lesbarkeit der selbstgemachten Karte.
Ein paar Fotos zum Vergleich :-)


https://ibb.co/vw8584H


https://ibb.co/f1HGqvg

So ein Rätsel! Und hier ist die Lösung:


https://ibb.co/g60XcPg

Diese Werte: 0,5 mm, 0,2 mm (den habe ich nicht einmal auf der Karte) ... Ehrlich gesagt war ich mit bloßem Auge nicht in der Lage, den Abstand am ersten Bund zu erkennen. Wenn man das Foto auf Vollbild vergrößert, erkennt man deutlich, dass es mehr als 0,5 mm beträgt... Sonst...
Gibt es einen Trick, um zu verhindern, dass die Saiten beim Korrigieren der Position unerwartet auf dem 1. Bünden liegen? Oder einfach nur Intuition?

topinambur

Zitat von: allesUkeoderwas am 02. Feb 2024, 14:02:50Zum Glück wiegt so ein kleiner akustischer U-Bass nur ca. 1,3 Kg und hat äußerst labberige, weiche Saiten. Wer jedoch einen "richtigen" Bass spielt, der durchaus auch mal 4 bis 5 Kg auf die Waage bringt, hat zusätzlich zu verärgerten Sehnen und deren Scheiden meist auch noch Rücken und Trapezius und ist daher oft Stammgast beim Physiotherapeuten.  :D

Oh, oh... Wer hätte gedacht, dass Bassspielen ein gefährliches Hobby ist?

Okay, ich werde ein wenig vom ursprünglichen Thema abweichen.

Kürzlich bin ich auf ein Video von BassBuzz gestoßen: How I Would Learn Bass (If I Could Start Over). Und dort denkt er über verschiedene Themen nach, unter anderem ,,Warum willst du Bassgitarre spielen lernen?" Ein kurzer Auszug daraus:
Zitat'Cause seriously, why do you play bass or wanna learn bass or do anything?
Welcome to your midlife crisis.
If you fail to get clear on your why you'll do what I did for most of my 20s.
Stumble aimlessly.
Forget to practice for years at a time, and just generally suck.
I really wish I'd practiced more in my 20s.
Knowing your why means knowing what you want out of learning bass.
1) Be famous.
2) Play with friends.
3) Play along with your favorite songs in the basement in your underwear while your mom makes you delicious Spaghetti.

Wenn ich darüber nachdenke...
1) Das interessiert mich nicht besonders.
2) Einerseits ist es interessant. Andererseits ist es manchmal frustrierend (unabhängig davon, ob es sich um einen Bass oder ein anderes Instrument handelt). Vor allem, wenn es eine Vorstellung davon gibt (von mir oder jemand anderem), wie etwas sein könnte, es klappt aber nicht.
3) Volltreffer!  Ich habe keinen Keller für Hobbys. Ich spiele direkt in der Küche, wenn die Spaghetti schon gekocht sind. Und es sieht ungefähr so aus:

https://youtu.be/DtLBPj99r-0

https://youtu.be/L46cqjXwCQQ

https://youtu.be/hpMDqkcVf-0
 
Allerdings neige ich dazu, ein wenig mit dem Computer zu schummeln.
Der Vorteil des U-Bass besteht in diesem Fall darin, dass er unter den Küchentisch passt. Na ja, fast ;-)

allesUkeoderwas

#19
Tja, warum spielt man Bass? Ich hab mit 16 angefangen und mit 17 wieder aufgehört, da es coolere Sachen zu entdecken gab. Bei mir war es ein E-Bass, weil:

- Es gab bei uns "Band" Kumpels keinen anderen, der Bass spielen wollte
- Bass cooler als Blockflöte war
- Der Bass mir von irgendwo kostenlos zuflog
- Ein lauter Bass so schön in der Magengrube kribbelt

Angeschlossen hab ich ihn an einem alten Röhrenradio. Das erste Lied war Peter Gun von Henry Mancini in der Blues Brothers Version. Dann folgte eine Jahrzehnte lange Abstinenz von Musik und Band. Zum Glück, denn sonst wär ich vermutlich Alkoholiker. Wieder angefangen mit Musik hab ich nach einem Rentner-Treffen mit ehemaligen Studienkumpels. Wir gründeten eine Band, ich wollte eigentlich Gitarre, aber es waren wieder die selben Gründe, die zum Bass führten. Und "privat" zu Hause bin ich grad wieder bei Henry Mancini angelangt: The Pink Panther Theme.  :D

Schöne Videos und schöne Bildchen hast Du uns da gepostet. So eine Blechlehre hab ich auch, hat mich aber immer geärgert, daß man sie so schlecht ablesen kann.

Viel wichtiger ist jedoch eine Fühlerlehre und ein Meßschieber (Ugs. Schiebelehre) und damit sind wir dann bei meinem (jetzt nicht mehr) Geheimtrick: Mit der Schiebelehre die Höhe der Bünde messen, dann 0,2 mm dazu rechnen, die Fühlerlehre mit diesem Maß an den Sattel anlegen und dann die Schlitze bis zur Lehre runterfeilen. Wenn man am Blech der Lehre angelangt ist, ist es spürbar zu merken. Die 0,2 mm sind mein Idealmaß, das kann je nach Spielweise und Anschlagstärke variieren. Danach kann man das Ganze noch überprüfen, indem man die Saiten im 3. Bund runter drückt. Im 1. Bund sollte dann noch ein Blatt Papier unter die Saite passen und wenn man ein Hammer On im 1. Bund macht, sollte es Klick machen (geht natürlich nicht mit Gummisaiten).

Und hier noch ein "fauler" Trick: Wenn die Saitenlage beim Bass mit verleimten Hals (z.B. akustischer U-Bass) trotz Optimierung von Sattel und Brücke immer noch zu hoch ist, verstellt man den Halsstab. Dann hat man die Chance, daß man mit einem nach hinten gebogenen Bananenhals evtl. bis zum 7. Bund eine optimale Saitenlage hat. Kann dann aber sein, daß dann für diesen krummen Hals der Sattel zu tief gefeilt ist.


Ukulelen: Nur Schrott

topinambur

Zitat von: allesUkeoderwas am 05. Feb 2024, 19:18:06Viel wichtiger ist jedoch eine Fühlerlehre und ein Meßschieber (Ugs. Schiebelehre) und damit sind wir dann bei meinem (jetzt nicht mehr) Geheimtrick: Mit der Schiebelehre die Höhe der Bünde messen, dann 0,2 mm dazu rechnen, die Fühlerlehre mit diesem Maß an den Sattel anlegen und dann die Schlitze bis zur Lehre runterfeilen. Wenn man am Blech der Lehre angelangt ist, ist es spürbar zu merken. Die 0,2 mm sind mein Idealmaß, das kann je nach Spielweise und Anschlagstärke variieren.

Hmm, ich habe zu Hause einen Messschieber gefunden, der gehörte noch dem Großvater meiner besseren Hälfte .
Wenn ich richtig gemessen habe, beträgt die Bundhöhe beim Bass 1,2mm. Wenn ich 0,2mm zufüge, komme ich auf 1,4mm. So weit so gut.
Eine Fühlerlehre liegt bei mir zu Hause nicht herum... Aber bei OBI vielleicht:
https://www.obi.de/pruefwerkzeuge-messwerkzeuge/lux-fuehlerlehre-20-blatt-comfort/p/5206503

Es gibt wohl 1mm und 0,4mm. Es sieht so aus, dass ich ein Blatt über ein anderes legen müssen, um die gewünschte Dicke zu erhalten?  Ja?

allesUkeoderwas

Die Antwort lautet Ja. - Und beim ersten Mal sollte man sich langsam an das eigene Wunschmaß herantasten.

Und auch die Halskrümmung ist ein wichtiger Faktor: Dazu bringt man am besten vor dem 1. Bund einen Kapodaster an und drückt im 12. Bund die Saite nieder. Der Hals sollte dann gerade bis leicht konvex sein. Beim großen Bass sollte auf halber Strecke dann noch max. eine Scheckkarte unter die Saite passen, aber auch das ist je nach Spieler und eigener Vorliebe unterschiedlich.
Ukulelen: Nur Schrott