Gutes Tablet für den Stammtisch?

Begonnen von Knasterbax, 11. Jun 2024, 22:11:09

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Knasterbax

Liebe Gemeinde,

Beim Berliner Ukulelen-Stammtisch bin ich immer noch der Freak mit den kopierten Zetteln. Wenn die Technik ausfällt, ist das zwar immer noch hilfreich, aber für die Nutzung der Dropbox und Jim's Songbook ist ein Tablet natürlich die bessere Lösung.

Könnt ihr mir ein Gerät empfehlen?

Mit Apple hatte ich noch nie zu tun, Android wäre also das Betriebssystem der Wahl. Schön fände ich außerdem, wenn es groß genug wäre, um eine DIN-A4 Seite ohne Scrollen darstellen zu können.
Über eine gute Lichtstärke würde ich mich auch freuen, ich gucke immer wieder mal auf anderer Leute Tablets, die ziemlich funzelig wirken.

Dankbar wie immer für eure Tipps:
Der Knasterbax
Ich bin ja eher fürs Spielen als fürs Üben. (skiffle)

ukemouse

Wenn es Din A4 darstellen soll, dann ist die Auswahl glaub ich nicht sooo riesig.
 
Die meisten Androiden haben ein Saitenverhältnis von 16:9, da braucht man dann schon über 14Zoll und da fallen mir spontan nur Galaxy S8 oder S9 Ultra ein.

Ich habe ein 12,4Zoll Galaxy Tablet. Da ich das nur für Songsheets nutze reicht mir die Größe aus, obwohl ich nicht so gut sehen kann. Mir waren die Galaxy Ultra einfach zu teuer.
Für Noten/Tabulatur wäre mir das 12,4Zoll auf jeden Fall zu klein, aber sowas spiele ich nur zuhause und da kann ich mein Tablet oder den Laptop an den Monitor anschließen, da hab ich dann 2x DinA4 nebeneinander.

 

Fischkopp

Ich habe ein Hannspree Titan 13.3" Tablet (Android), da wird die Din A-4 Seite fast in Originalgröße dargestellt.
Die Helligkeit in Innenräumen ist gut, die Helligkeit im Freien bei Sonne (also wenn die Sonne direkt raufscheint) ist mangelhaft.
Ob das Gerät noch auf dem Markt ist, weiß ich nicht.
https://www.youtube.com/user/BerndDombrowski (Eigene Lieder, Traditional, Ärztelieder usw.  171 Videos)
https://www.youtube.com/user/RollinUke#g/u (Gecoverte Lieder 305 Videos)

TooOldForRockNRoll

#3
Eigentlich kann ja jedes Tablet DinA 4 ohne zu scrollen darstellen. Ist nur die Frage ob und wie stark es dann verkleinert wird. Ich habe ein Samsung Galaxy Tab 9 Ultra mit 14,6 Zoll. Im Hochformat wird da DIN A 4 fast in Originalgröße angezeigt. Mein "altes" Samsung Galaxy Tab 8 hatte glaub nur ca. 11 Zoll (gibt es auch größer), aber das reichte bei mir für 1 Blatt im Hochformat völlig aus. Wobei ich noch relativ gut sehe. Mit dem Größeren kann ich aber im Querformat 2 Blätter nebeneinander in meist ausreichender Größe noch darstellen und ich erspare mir dadurch oft das Blättern. Zur Darstellung im direkten Sonnenlicht kann ich nichts sagen da ich die Tablets da bis jetzt noch so gut wie nicht genutzt habe.
Wenn du das Tablet nur für Noten benötigst reicht evt. auch ein älteres gebrauchtes Modell oder ein S8 statt einem S9. Da ich das Tablet jedoch auch viel für andere Sachen benutze schaute ich beim Kauf darauf dass es möglichst aktuell ist und dadurch länger Updates bekommt.
Noch ein Tipp zur Darstellungsgröße: Ich benutze für meine Notenblätter im Pdf-Format die App MobileSheets. Da kann ich die Blätter bereits beim Import automatisch beschneiden lassen und die Darstellungen werden durch das Entfernen übergroßer Ränder besser lesbar.
Music is my best friend

allesUkeoderwas

#4
Ich hab das HannSpree schon seit Jahren. 13,3" sind völlig ausreichend, zur Not dreht man es quer, aber scrollen ist ja nicht erwünscht. Das HannSpree ist übrigens mit neuerer Technik und neuerer Android Version immer noch im Handel erhältlich und der Preis ist auch OK. Hat aber keine Simkartenfunktion.

Von der Lesbarkeit des Bildschirms von der Seite gibt es bestimmt besseres, aber das ist dann auch wesentlich teuerer (Z.B. Apple). Die Lesbarkeit im Freien, bei Sonnenlicht ist selbst beim teuren Apple mit dem tollen Screen bescheiden.

Du hast leider nicht geschrieben, ob das Tablet eine Simkartenfunktion haben soll/muß. Kann man von unterwegs auf Songs aus dem www, oder der Dropbox zugreifen, macht den Spaß aber auch wesentlich teurer und die Sim Karte kommt ja auch noch dazu. Die Dropbox kann man übrigens auch auf eine SD Card kopieren. Deine Preisvorstellung fehlt leider auch.

Ansonsten bleibt die Zeit ja nicht stehen, es gibt inzwischen sogar 15,6" Tablets, z.B.
https://www.amazon.de/dp/B0CPDY1JT6?tag=suche01-21&linkCode=osi&th=1&psc=1
Vorsicht, keine Simkartenfunktion. Und es gibt auch Windows Laptops, bei denen man den Bildschirm abnehmen kann und dann den Monitor als Tablet nutzt - Das ist inzwischen mein Favorit, da ich das Ding auch für andere Zwecke nutze.

Für den Stammtisch kann ein Tablet schon ganz hülfreich sein, zumal dann, wenn im Akkord Rudelgeschrammelt wird und der Papierstapel zu groß wird. Ansonsten halte ich Papier immer noch für die beste Lösung - Bin halt auch ein Freak. Kann mich an die Zeit erinnern, wo die Blätter (Kopien) von Knasterbax immer sehr willkommen waren, da keiner Chordsheets dabei hatte, außer dem Knasterbax.

Und wenn Du schon andere mit Ihren Tablets beobachtest, such Dir doch einfach vor Ort im Praxistest das optimalste aus.

Hier im Forum wurde dieses Thema schon X-Mal behandelt. Ich hatte immer den Eindruck, daß jeder das schönste und das beste hat und anpreist, aber es gibt nur wenige, die das tolle Papier preisen, das in der Praxis mit Sicherheit viele Vorteile hat. Es ist auch eine Frage der Prioritäten: Macht man lieber Musik, oder beschäftigt man sich lieber mit der Technik.






Ukulelen: Nur Schrott

ukelmann

#5
Ich hatte 8 Jahre lang ein Lenovo Yoga 11", das dann den Endlos-Boot gestorben ist, obwohl der Akku noch gut war. Android 4.x, keine Aktualisierungen mehr, bereitete tw Probleme. Gibt es in neuer Form immer noch.

Ein etwas größerer Bildschirm sollte es aber sein, und für den Zweck (Lieddateien, unterwegs-Einsatz) waren mir die Tablets entweder zu klein oder zu teuer.

Als Vergleich haben wir ein iPad (Werbeprämie Tageszeitung), das wir zu Hause nutzen.

Jetzt habe ich ein Acer Chromebook Spin 513, 13", damals ca. 290 €. Die Tastatur lässt sich nach hinten klappen, ca 1,3 kg. Es gibt auch Geräte, wo die Tastatur abgenommen werden kann. Die werden aber deutlich teurer.
Das Chromebook ist ohne SIM-Karte. Die brauch ich nicht, da ich schon ewig über's Handy per Hotspot mein eigenes W-Lan/WiFi erzeuge. 

Gründe für's Chromebook 13": Touchscreen+Tastatur, lange Ausdauer, Android-Apps, großer USB-Anschluss (z.B. für Stick), 2 USB-C-Anschlüsse und bei der Bildschirmgröße günstiger als ein Samsung/Apple/Lenovo-Tablet. Ich setze das jetzt auch dauernd im Flüchtlingscafe ein.

Aktualisierung sind meist innerhalb eine Minute erledigt. Durch die wegklappbare Tastatur steht es immer stabil in jedem Winkel. Im Grunde ein großes Android-Handy mit Tastatur ohne SIM und Anmeldung über das Google-Email-Account. Fast jede App wird als Tab im Browser gestartet, und Dokumente sind meist im Netz.

Nachteil: nur 64 GB Platz, was für Liederhefte und Websurfen allemal ausreicht. Als Not-Laptop auch geeignet.

Der Vorteil der Tablets ist die Handlichkeit, insbesondere die Marktführer haben entsprechende Hüllen, dass sie gut stehen. Die Größe ist skeptisch zu betrachten: das 13" Chromebook ist insgesamt recht genau DinA4 groß und hat eine Art 16:9 Screen, auf der Textseite bleibt oben/unten Platz, während das iPad näher am 3:2-Format ist. Grad dessen DinA5-Größe ist sehr handlich und gut lesbar.

Das Chromebook ist ausreichend groß, dass ich es auf den Treffen vor mich lege und nicht mehr aufstelle. Mit dem HannSpree hatte ich auch geliebäugelt (ich kenne es aus HH von Fischkopp), aber das ist mir für ein Tablet doch zu sperrig, es ist auch sehr "16:9-ig" und ich wollte eine Tastatur.

Hier zur Anschauung ein paar Bilder: Din-A-4, Chromebook 13" und iPad bei Terrassen- und bei Zimmerlicht

https://photos.app.goo.gl/bR4wDSFS16db4GJ17



Plinke-ti plinke-ti plinke-ti PLING

Bebopalula

Hallo nach Börlin,
ich habe mir vor zwei Monaten das Samsung Galaxy A9+wifi 11" gegönnt, einschl. Hülle zum Aufstellen. Ist OK, wenn ich auch wie @allesUkeoderwas vorwiegend und lieber Papiersheets nutze. Bei unserem Stammtisch ist derzeit ein Umbruch festzustellen dahingehend, dass rd. 25 % der TN inzwischen Tablets nutzen, die anderen weiter Papier, so dass wir uns noch nicht generell für eine Tablet-Nutzung entscheiden.
Fürs Spielen im Stehen sollte man übrigens auch einen stabilen Notenständer mit Tablet/PC-Stativhalter (K&M) haben, um das Tablet gut einspannen und gegen das Runterfallen sichern zu können. LG :)
___________________________________________
https://www.youtube.com/user/BebopalulaUke/videos

Knasterbax

Ich bin ja eher fürs Spielen als fürs Üben. (skiffle)

allesUkeoderwas

Und ich danke allen!  ;)

Sind doch ein paar interessante Hinweise enthalten...

- Tablet ohne Sim kann auch in's Netz, wenn man es über Smartphone per WiFi verbindet.
- Tablet im stehen, oder auf der Bühne braucht ein stabiles Stativ mit stabiler Halterung.
- Großes Tablet ist besser ablesbar, aber sperrig beim Transport.
- Großes Tablet quer kann 2 Blätter
- Spielen am Tisch - Vorrichtung zum Aufstellen
- Das beruhigende Gefühl, daß auch noch andere Papier bevorzugen

...
Ukulelen: Nur Schrott

Louis0815

Das mit dem Aufstellen wurde ja schon gesagt, achtet drauf, dass das auch im Hochformat vernünftig geht; bei uns mögen einige die Tablet-Halter von IKEA. Geht notfalls aber auch auf einem normalen Notenständer (wenn man den Platz dafür hat).

Mir persönlich ist auch ein Bluetooth-Pedal zum Blättern noch wichtig, gerade wenn ein Stück mal nicht mehr auf eine Seite passt. (Luxus ist dann Pedal + MobileSheets mit Sprungmarken)
::===( o ו )  ( ו o )===::
Sopranino: Antica Ukuleleria Allegro
Sopran: Makala MK-S, Kala SSTU-FMCP, Makala Waterman, Firefly Banjolele, Flight TUS-50, Flight WUS-3, Kala BMB-S, Brüko SL159FW
Konzert: Flea M-42, Blackbird Clara, ukuMele Akazie I (CGDA), Big Island KTO-CT, Noah 8string, Kiwaya KPC-5K, Risa Stick, Romero STC-X, Brüko K021
Tenor: Pono MTDX8, KoAloha KTM-25
Bass: Kala UBass EM-FS (Aquila Red)


(Jeder kann mitsegeln, auch ohne Vorkenntnisse: www.alex-2.de)

Knasterbax

Dankeschön in die Runde, viele nützliche Hinweise, die ich erstmal auswerten muss.
Ich bin ja eher fürs Spielen als fürs Üben. (skiffle)