Ukulelenboard > Instrumente und Instrumentenbau

3D-print Ukulele

<< < (3/3)

gerald:
Das Projekt klingt interessant.
Irgendwie hat offenbar noch niemand richtig auf Deine Fragen geantwortet. Bei den meisten Fragen wäre eigentlich Bugle ein guter Ansprechpartner.

Die genauen Maße etc. finden sich im Netz, es gibt bei stewmac etc. sicherlich auch Pläne (für normale Ukulelen aus Holz).
Das Schallloch kann unterschiedliche Positionen, Formen und Größen haben. Da streiten sich die Experten über die genaue Auswirkung auf den Klang. Manche Marken haben sogar ihr spezielles Schallloch quasi als Markenzeichen, z.B. Koaloha.

Schwingen sollte im Wesentlichen die Decke (und die Saiten). Boden und Zargen schwingen typischerweise nicht so. Der Hals sollte möglichst steif sein.

Deinen Ansatz bzw. Dein Design verstehe ich aber noch nicht.
Planst Du, die Teile Hals, Decke, Zargen und Griffbrett als Einzelteile zu drucken und diese dann mit zusätzlichen Teilen, die nicht aus dem Drucker kommen, zusammen zu bauen? Quasi wie ein "klassisches" Instrument aus Holz, nur dass einige Teile aus dem Drucker stammen?
Ein wenig verstehe ich Deine Beschreibungen so, daher die Frage. Dann wäre auch die Frage, welche Teile Du drucken möchtest und welche Du anderweitig herstellen oder dazu kaufen möchtest.

Ein anderer Ansatz wäre ja, die Technik zu nutzen und Teile so herzustellen, wie es mit Holz nicht möglich wäre.
Z.B. die Bundstäbe direkt auf das Griffbrett zu drucken (OK, mag sein, dass die nicht ausreichend haltbar sind, wobei Flea/Fluke als bekannte Marke auch die Standard-Griffbretter als ein Teil aus Kunststoff mit entsprechenden Kunststoffbundstäben herstellen).
Eine ähnliche Idee wäre, Boden und Decke gleich mit einer Art Bebalkung zu drucken; d.h. letztlich unterschiedlich stark und (wenn man sich an klassischen Holzinstrumenten orientiert) direkt eine Bebalkung aufdruckt. Auch könnte man ja Boden und Zargen direkt als ein Teil drucken.
Wenn man diesen Ansatz bei der Decke verfolgt, vielleicht auch Verstärkungen um das (die) Schalllo(e)ch(er) drucken.

Der Hals sollte möglichst steif sein und gut in der Hand liegen. Die Rückseite muss irgendwie gerundet sein.
Ob man das gut aus dem Drucker bekommt, weiß ich nicht. Vielleicht muss man da Teile noch nachbearbeiten.
Ob es reicht, für den Hals zwei Teile, also Griffbrett und den eigentlichen Hals zu drucken oder ob man besser mehr Einzelteile druckt, weiß ich auch nicht.
Für den Hals würde ich aber vorsehen, dass eine Verstärkung eingelegt wird. Hier könnte man eigentlich einen Stab von der Kopfplatte durch den Hals und dann vielleicht sogar durch den Korpus führen, um so Hals und Decke für den Saitenzug ausreichend stabil zu machen.

Dann ist die Frage der Befestigung der Saiten. Eine Möglichkeit ist eine freischwebende Brücke mit einem Saitenhalter an der Zarge, ähnlich wie bei Banjos oder manchen Mandolinen.
In jedem Fall sollte unter die Brücke eine ausreichende Verstärkung (kann man sich bei den Holzvorbildern abschauen). Auch hier ist wieder die Frage, ob man diese direkt mit druckt oder ob sie nachträglich angebracht wird. Wenn man die Idee mit dem Halsstab aufnimmt und diesen als Verstärkung durch den Korpus laufen lässt, könnte man die Verstärkung unter der Brücke gleich so auslegen, dass diese das Ende des Halsstabs aufnimmt.

Soweit ein paar Ideen und Anregungen. Ich bin aber gespannt, wie Dein Instrument aussieht.

Navigation

[0] Themen-Index

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln