Autor Thema: Eine 5-saiter Konzert-Longneck Klosterukulele mit Statement  (Gelesen 806 mal)

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Offline kiwidjango

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Eine 5-saiter Konzert-Longneck Klosterukulele mit Statement
« am: 11/11/20 ,November, 2020, 10:34:19 »
Hier ein schönes Ergebnis aus dem Septemberworkshop:

Eine 5-saitige Konzert mit Longneck.

Schlichter, französischer Nussbaum bildet die Basis des Konzertkorpusses. Für den runden Ton sorgt eine glatte Fichtendecke ohne Hasel.
Das Instrument ist als Konzert-Jumbo Longneck konzipiert.
Griffbrett und Steg sind aus Makassar-Ebenholz. Die G-Saite ist verdoppelt und gibt dem Gesamtklang eine sehr volle Note.
Die Uke ist nicht so laut, wie eine Pao-Ferro, aber der Nussbaum klingt ungemein rund.
Verstärkt wir der Ton in diesem Fall von einem MiSi trio air...d.h. neben dem Piezostreifen unter der Stegeinlage kommt noch ein MEMS-Mikro. Es sitzt auf der Platine des MiSi . Hier sind im Gegensatz zum MiSi Trio auch zwei Kondensatoren angebracht. Sie werden mittels Ladegerät in ein paar Minuten aufgeladen und sorgen so für ein paar Stunden verstärkten Spielspaß.
Zwei kleine Potis im Schalloch bedienen Volume und einen Regler, der das Verhältnis zwischen Pickup und Mikro regelt.

...und hier die Meinung des stolzen Besitzers und Erbauers:

"Mit dem Projekt "Bau (m)einer Klosterukulele" hatte ich die Absicht ein Instrument zu bauen, das es so nicht von der Stange zu kaufen gibt. Nun, da das Instrument fertig bei mir ist und ich die ersten Stunden damit verbracht habe, kann ich schon ein positives Fazit ziehen. Das Besondere an meinem Instrument ist die zusätzliche G-Saite. Es gibt zwar nicht allzuviele solche Instrumente, aber man hat ein paar Vorteile auf seiner Seite. Der Klang des Instrumentes ist auf Grund der Holzauswahl und Konstruktion schon sehr klar, differenziert und von einer guten Lautstärke. Die Kombination Nussbaum/Fichtendecke ist recht empfehlenswert. Sie klingt nicht so warm wie Mahagoni, aber hat auch keinerlei "Plöng". Trotzdem klingt es nach Ukulele. Die fünfte Saite macht den Klang beim Strumming voller, so daß sich das Instrument auch als Solobegleitung zu Gesang, Flöte, Saxofon etc. bestens eignen wird. Beim Picking hat man, mit etwas Übung, die Möglichkeit entweder Low-G (zupfen mit dem Zeigefinger von unten) oder High-G (zupfen mit dem Daumen von hinten nach vorn) oder einen Chorus aus beiden (zupfen mit dem Daumen von oben nach unten) zu erzeugen. Das gibt dem Spieler viele Möglichkeiten bei der Gestaltung der Stücke. Ich kann also sagen das ich für mich alle richtig gemacht habe. Allerdings, ohne die Anleitung, Beratung und Hilfestellung von Dirk und Lothar wäre das Ergebnis sicher nicht so toll ausgefallen wie es nun geworden ist. Als Erbauer bin ich aber auch stolz auf meinen Anteil an der geleisteten Arbeit an dem schönen Instrument."












Gruß aus der Werkstatt

Offline Old Boy

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Antw:Eine 5-saiter Konzert-Longneck Klosterukulele mit Statement
« Antwort #1 am: 11/12/20 ,November, 2020, 02:03:34 »
Pima geworden, GLÜCKWUNSCH :)

Hier sieht man mal überdeutlich, dass es bei den Kloster-Ukulelen Workshops nicht darum geht, einen fertigen, immer gleichen Bausatz zusammen zu pappen, sondern nach einem sehr intensiven Informationsaustausch (auch über eine längere Distanz per Telefon und E-Mail) - letztlich ein 100% individuelles Instrument zu bauen, auf das man mechanisch wie akustisch zu Recht stolz sein kann.

Durch die räumliche Nähe zu Dirks Werstatt, habe ich schon einige der in den Workshops entstandenen Ukulelen während des Finishings gesehen bzw. in der Hand gehabt und war immer beeindruckt vom Gesamtergebnis ... wenn man bedenkt, dass die meisten der Workshop-Teilnehmer über wenig bis gar keine entsprechenden handwerkliche Kenntnisse vor Antritt der Klosterwoche verfügten ... wirklich erstaunlich!

Ja, Dirk und Lothar machen da "einen sehr guten Job", wie ein bekannter (relativ unbeliebter) Staatspräsident sagen würde.
Da werden keine Geheimnisse gemacht, sondern alle Informationen, Tricks und Kniffe, die man für den Bau einer Ukulele kennen muss, mit Engelsgeduld weiter gegeben.

Wären meine Augen trotz Brille nur nicht so hundsmiserabel (Bleistiftlinien sollte man schon erkennen können) ... ich hätte mich schon längst angemeldet!
So kann ich mich aber zumindest an den Fotos der fertigen Kloster-Ukulelen erfreuen ;)
« Letzte Änderung: 11/12/20 ,November, 2020, 02:06:39 von Old Boy »
Bei mir hängen mehr Ukulelen am Haken, als ich Akkorde fehlerfrei beherrsche ... soeben ist schon wieder eine dazu gekommen!
Ich arbeite aber eifrig daran, das Verhältnis umzukehren ... und das nicht nur durch den Verkauf von Instrumenten ;)

lelopa

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Antw:Eine 5-saiter Konzert-Longneck Klosterukulele mit Statement
« Antwort #2 am: 11/12/20 ,November, 2020, 07:28:48 »
Sieht nach kompliziertem Saitenwechsel aus.....

Offline kiwidjango

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Antw:Eine 5-saiter Konzert-Longneck Klosterukulele mit Statement
« Antwort #3 am: 11/12/20 ,November, 2020, 08:54:43 »
Überhaupt nicht:

Saiten lösen...durchschieben in den Korpus...Saitenende mit den Fingern oder einer langen Pinzette( dm, 1.95€)
Metallkügelchen( Ballend einer Gitarren-Stahlsaite) abschneiden und an die neue Saite knoten..... Saite wieder
anziehen.
Das mit allen Saiten machen und dann erst an die Mechanik bringen.

Saiten werden ja immer alle gleichzeitig gewechselt, damit nicht eine neue lauter als die alten klingt UND man endlich
das Griffbrett wieder säugern und ölen kann.
Hingegen dem alten Irrglauben verzieht sich kein Hals, wenn man alle Saiten abnimmt....

Der höhere Druck auf die Stegeinlage(mehr Obertöne) und die ganz andere Kraftübertragung auf Steg und Decke, hat mehr
Positives, als das man sich über eine andere Form des Saitenwechsels Gedanken machen muss.

Vielen fällt der " Luis Trenker- Gedächtnisknoten " eines Knüpfsteg schwerer.....
« Letzte Änderung: 11/12/20 ,November, 2020, 08:57:09 von kiwidjango »
Gruß aus der Werkstatt