Autor Thema: Die Einsteiger ...  (Gelesen 111568 mal)

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Offline LissadeB

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Antw:Die Einsteiger ...
« Antwort #300 am: 01/10/21 ,Januar, 2021, 23:28:41 »
Ein ganz herzliches Hallo an alle  :D

Vor zwei Tagen bin ich in den (nicht ganz so schönen) Genuss gekommen, auf einem kleinen 30€ Ukulelen-Set einer Freundin herumklimpern zu dürfen. Es hörte sich zwar schrecklich an, hat aber unfassbar viel Spaß gemacht. Bis dato hatte ich keinerlei Berührungspunkte mit einer Ukulele, jetzt hat es mich aber gepackt.

Die erste Ukulele soll also her und bei meiner Recherche bin ich auf dieses tolle Forum gestoßen und wollte mich nun nach einigem Schmökern dazu gesellen. Und hier bin ich also :D

Ich bin jemand, der sich gerne direkt etwas annähernd anständiges holt, deswegen habe ich mein Budget auf 300€ gesetzt, weil ich gesehen habe, dass es in der Preisklasse doch schon einpaar Instrumente aus Massivholz gibt.

Bisher habe ich vor die Manikai MAS-C ins Auge gefasst:
(https://www.insound.de/gitarre-bass/sonstige-saiteninstrumente/ukulelen/695/lanikai-mas-c)

Die (Kauai Concert Ukulele Koa) fand ich auch interessant, habe aber quasi nichts über die Marke gefunden:
(https://www.musik-oevermann.de/ukulelen/362-kauai-concert-ukulele-koa-vollmassiv.html)

Und die hier (STAGG UC80-S). Jedoch hat die angebotene STAGG (nur?) 12 Bünde, einige andere UC80-S die ich im Internet gefunden habe (aber leider nicht verfügbar waren) haben 19 Bünde. Das verwirrt mich dann doch etwas. :-\
(https://www.action-music.eu/gitarren/ukulelen/5414/ukulele-stagg-uc80-s)


Leider ist aufgrund der derzeitigen Situation ein großes Anspielen verschiedener Instrumente ja leider nicht möglich, vielleicht kennt einer von euch die Ukulelen bereits. Alternativen sind aber auch jederzeit willkommen.

Meine Kriterien bei der bisherigen Suche waren vorallem:
- Konzert-Ukulele
- Gerne Mahagoni Holz (soll klanglich ja angeblich am nächsten ans Koa Original ranreichen, aber das ist eigentlich gar nicht so wichtig, finds optisch aber auch super schön)
- Bis 300€
- Gerne komplett Massiv (Ist der Unterschied deutlich zuhören zwischen Komplett Massiv und nur massiven Deckel? Auf vielen Seiten klang das komplett Massive wie das Non-Plus Ultra)
- Tonabnehmer für die Bühne brauche ich soweit nicht
- Ich möchte die Ukulele auch überweigend als Begleitung zum Gesang nutzen, aber einpaar Soli und nette Fingerpicking Sachen fänd ich auch schön :D

Ich hoffe ihr könnt mich ein bisschen erleuchten :D

Lg

Offline TooOldForRockNRoll

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Antw:Die Einsteiger ...
« Antwort #301 am: 01/11/21 ,Januar, 2021, 09:22:40 »
LissadeB, Willkommen in der Ukulele Welt!

Zunächst mal zur Holzauswahl. Laminat ist zwar vor allem das preisgünstige Material für die meisten Billigst-, aber selbstverständlich auch brauchbarer Einsteigerinstrumente des niedrigeren Preissegments, allerdings nicht nur. Auch beim Laminat gibt es wie beim massiven Holz Qualitätsunterschiede. Schau dir mal diese Rezension von Barry Maz:
https://www.gotaukulele.com/2020/06/flight-wus-4-soprano-ukulele-review.html
Hier geht es zwar um eine Sopran Ukulele, die es auch gar nicht mehr auf dem Markt gibt, aber er beschreibt gut wie toll gutes Laminat klingen kann. Da ich diese Ukulele selbst habe kann ich das bestätigen.

Auf der Seite von Gotaukulele findest du viele Rezensionen von Ukulelen mit Begleitvideos auf Youtube, die ich sehr sachlich gemacht finde. Auf seine Meinung habe ich bisher immer großen Wert gelegt und es half mir bei mancher Kaufentscheidung.

Obwohl ich viele Ukulelen kenne sagen mir zwei der von dir genannten Hersteller leider gar nichts, nur Stagg ist ein Begriff. Mit diesem Namen verbinde ich allerdings eher brauchbare Ukulelen im niedrigen Preissegment.

Deine Holzwahl ist auch das was mir selbst überwiegend gefällt, was natürlich subjektiv ist. Wenn dir Koa gefällt, dann kommt vielleicht auch noch Akazie in Frage, dass eine gewisse Ähnlichkeit im Klang hat.

Für deine Auswahl würde ich mal noch die Hersteller Kala, Flight, Ohana und Enya in den Raum werfen. Bei denen dürftest du bis 300 € etwas vernünftiges finden. Ich selbst kann dir da nichts konkretes empfehlen, da ich mehr Sopran spiele und ich eine Vorliebe für kleine britische Werkstätten habe, die über deiner Preisvorstellung liegen.

Oder vielleicht doch eine Sopran, falls das auch eine Option wäre. Eine herrlich leichte und sehr leicht spielbare (für mich das wichtigste Anfängerkriterium) Kiwaya:
https://ukesupply.de/collections/kiwaya/products/kiwaya-ks-1-eco-series

Schau auch mal was gebraucht angeboten wird, z. B. hier im Forum oder bei Ebay-Kleinanzeigen. Ich habe bisher viele gute Erfahrungen beim Kauf gebrauchter Instrumente gemacht.
« Letzte Änderung: 01/11/21 ,Januar, 2021, 09:39:11 von TooOldForRockNRoll »
Music is my best friend

Offline TooOldForRockNRoll

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Antw:Die Einsteiger ...
« Antwort #302 am: 01/11/21 ,Januar, 2021, 09:37:20 »
Ergänzung:
Ich bin gerade deinen Links gefolgt...

Die "Manikai" ist eine Lanikai.  ;) :) Das ist in meinen Augen auch ein "vernünftiger" Hersteller, der Shop sagt mir allerdings nichts.

Die Kauai sieht hübsch aus, wobei mich zuviel Blingbling immer schnell langweilt. Dass das Koa sein soll kann ich angesichts des Preises nicht glauben. Manche wie ich finde weniger seriöse Hersteller verkaufen Akazie als Koa, manche schreiben dann so etwas wie "europäisches Koa", was dann irgendein Akazienholz ist. Koa gehört nämlich zu den Akazienhölzern.

Und noch zur Anzahl der Bunde. Ich spiele jetzt auch schon ein paar Jahre, vor allem liebe ich Fingerstyle. Mit 12 Bünden komme ich da bei fast allem zurecht, wenn es darüber hinausgeht dann sind das meist für mich (noch?) zu schwierige Stücke. Wenn es doch mal nötig wäre habe ich noch andere Ukulelen zur Auswahl. Meistens bleibt es halt nicht nur bei einer Ukulele wenn man mal die Liebe zum Instrument gefunden hat.

« Letzte Änderung: 01/11/21 ,Januar, 2021, 09:46:19 von TooOldForRockNRoll »
Music is my best friend

Offline Red

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Antw:Die Einsteiger ...
« Antwort #303 am: 01/11/21 ,Januar, 2021, 19:08:00 »
Hallo LissadeB,

schau dir auch mal eine KAI KCI-5000 an.

https://www.musikhaus-korn.de/de/kai-ukulele-kci-5000-konzert-ukulele-inkl-gigbag/pd/174471

https://www.southernukulelestore.co.uk/kai-kci-5000-all-solid-acacia-concert-ukulele-with-slotted-headstock-and-side-port-w-bag/

Auf vielen Seiten im Internet findet man positive Bewertungen und Klangbeispiele. Eigene Erfahrungen habe ich damit leider bisher keine.

Gruß
Red

Offline powerblue

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Antw:Die Einsteiger ...
« Antwort #304 am: 02/19/21 ,Februar, 2021, 11:55:05 »
Hallo alle,

ich bin hier neu im Board und hoffe mal, meine Frage ist an der richtigen Stelle platziert.

Seit einigen Wochen versuche ich mit am Ukulele spielen. Obwohl ich mich nie für besonders musikalisch gehalten habe klappt das ziemlich gut. Akkorde und Liedbegleitung bekomme ich ganz gut hin.

Jetzt will ich mir mal das Spielen von Einzelnoten ansehen (erst mal nur für ein kurzes Intro). Das Konzept verstehe ich, weiß, was die rechte Hand (bin Rechtshänder) zu tun hat und auch, wo sich die Noten auf dem Griffbrett befinden.

Nur, finde ich überhaupt keine Infos dazu, welcher Finger der linken Hand für die
jeweilige Note „zuständig“‘ist. Bei Akkorden gibt es ja Vorschläge dazu, welcher Finger die wo platziert wird.

Gibt es sowas auch für das spielen von Einzelnoten? Z.b Zeigefinger spielt C, Mittelfinger D etc? Oder ist das einfach vier Saiten, vier Finger und los? Oder gibt es dazu eine Empfehlung und jeder macht das, wie es grade passt?

Wäre da für ein paar Infos und Tipps dankbar. Gerne auch Links oder Verweis auf passende Bücher.

Grüße und Danke

Michael

Offline Bebopalula

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Antw:Die Einsteiger ...
« Antwort #305 am: 02/19/21 ,Februar, 2021, 15:18:02 »
Moin @powerblue: Du schreibst, dass du weisst, wo welche Noten (Tonbezeichnungen) auf den Bündes des Griffbretts sind. Das ist sehr gut, anderenfalls sind im Netz Ukulelen-Griffbrettbilder mit den Tonbezeichnungen zu finden.
Setze zunächst deine 4 Finger auf die Bünde 1 – 4. Die Bünde sind jeweils Halbtonschritte. Spielst du z.B. die C-Dur Tonleiter, dann wäre das: C =0,  D=2(M),  E=0,  F=1(Z),  G=3(R),  A=0,  H=2(M),  C=3(R), dann weiter auf der A-Saite. Je nach dem Melodieverlauf spielst du auf der A-Saite mit der passenden Fingerlage, wobei du natürlich auch die höheren Bünde der tieferen Saiten nutzen kannst, ja nach Melodielauf und wie es für dich passt. Beim Üben der unterschiedlichen Tonarten wirst du merken, wo du deine Finger am besten platzierst. Viel Spaß beim Üben! :)
___________________________________________
https://www.youtube.com/user/BebopalulaUke/videos

Offline ukelmann

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Antw:Die Einsteiger ...
« Antwort #306 am: 03/02/21 ,März, 2021, 21:47:19 »
Wie Bebop schon schreibt. Bin in einer Gruppe mit Uke-Lehrer, und meine Erkenntnis ist auch, dass die 4 Finger immer als Satz verschoben werden, um Nebenfinger=Nebenbund einzustellen, selbst dann, wenn es nur um einen Bund geht, z.B. eine Melodie mit irgendwo zwei Tönen hintereinander im 2. und 5. Bund.
Der ZF soll tatsächlich auf 2 damit der KF auf 5 kommt, selbst wenn es praktischer scheint, diesen einen Ton auf 5 mit einem überbrücktem Bund und weitgespreiztem KF zu drücken.
Ich stelle selbst fest, dass man den ZF sehr schnell positionieren kann, und so die Folgebünde (1,2, oder 3 weiter) ohne große Überlegung mit MF, RF und KF versorgt.
Letztendlich viel Übung.

Offline Ukulehrling

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Antw:Die Einsteiger ...
« Antwort #307 am: 04/15/21 ,April, 2021, 11:01:37 »
Hallo zusammen,
ich habe gerade gemerkt, dass das oben verlinkte Ukulelenbuch von Kay auf seiner Website nicht mehr online ist.Gefunden habe ich es dann über Archive.org: https://web.archive.org/web/20141031035127/http://ukulele.kaypaulus.de/ukulelenbuch.pdf
Nur, falls es jemand herunterladen möchte.
Aachener Ukuleletreffen — Der Ukulele-Stammtisch für Aachen und Euregio
https://aachener-ukuleletreffen.de/