Aquila red

Begonnen von Guhl, 17. Jan 2014, 16:55:32

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Guhl

Habe eher zufällig einen Satz Aquila red (Konzert) auf meine Brüko (Tenor) aufgezogen. Und: Bin voll begeistert. Sie sind sehr crisp und passen total gut zum Brüko Sound. So hatte ich mir das gewünscht und wäre nicht im Traum drauf gekommen. Denn ich hatte mal einen Satz Red auf einer Banjolele und fand das nicht sooo umwerfend. Da störte mich auch das rauhe Gefühl der Saiten. Nun, auf der Brüko, stört mich das gar nicht.
Ich hatte die Red noch so liegen und die anderen, alten Saiten waren nach einigen wenigen Wochen nicht mehr so ganz sauber beim Intonieren. Eigentlich hasse ich neue Saiten aufziehen bei einer Ukulele wie die Pest. Tagelanges Nachstimmen. Bei den Red kein Problem.
Wer Brüko spielt, einen crispen, lauten Klang mit gutem Sustain sucht, dem sei geraten, es mal mit den Red zu versuchen.

Knasterbax

Interessante Sache.
Habe mal bei Aquila Corde nachgelesen, was an denen so besonders sein soll - und das klingt schon spannend: Tiefere Saiten müssen nicht automatisch dicker (und damit sowohl dumpfer als auch intonationsprolematischer) sein, schreiben sie. Das spezifische Gewicht erhöhen, sei der Trick.

\"revolutionary new approach—never introduced before us\" - kann ick mir ja kaum vorstellen, dass da nicht schon wer anderes drauf gekommen ist...  :roll:
Ich bin ja eher fürs Spielen als fürs Üben. (skiffle)

Ukelix

vor nem knappen Jahr habe ich da mal was drüber geschrieben. http://www.ukulelenclub.de/Forum/UseBB/topic.php?id=14647
mag: Brüko, Cheapo, Outlaw Country, Punkrock, (Anti-)Folk. Velvet Underground, Grateful Dead, Misfits, Jeff Lewis, Hank Williams I-III.
Käptn Offline bei Youtube

Frolicks

Hallo Guhl
Ich nehme an, du hast einen Satz mit hoher G-Saite aufgezogen? Meine Erfahrungen mit den roten Aquilas beschränken sich auf die tiefen G-Saiten (also nur auf die), und alle drei, die ich hatte, sind nach kurzer Nutzung gerissen. Das waren wohlgemerkt die einzigen Ukulelesaiten, die mir jemals gerissen sind. Das hat meine Motivation, mir mal nen ganzen Satz zuzulegen, doch sehr gedrosselt...
Aber was du schreibst, klingt tatsächlich interessant.

@Ukelix: Wie sieht denn deine Zwischenbilanz mit den roten Aquilas nach einem Jahr aus? Irgendwelche gravierend neuen Erkenntnisse?
I plink, therefore I am.

wwelti

#4
Ich hab\' eine Aquila Red Low-G (gemeinsam mit 3 normalen Aquila-Saiten) auf einer Sopran-Ukulele. Ist bislang noch nicht gerissen. ;)

Mit dem Klang ist das so eine Sache, ich war noch nie so richtig glücklich mit Low-G auf Sopran, aber die Aquila Red ist klanglich immerhin besser als alle vorherigen Versuche, denke ich.

Wenn ich das richtig verstehe, wird mit Aquila Red ein im Prinzip sehr altes Verfahren, um Saiten mehr Masse zu geben, in die heutige Zeit transportiert. Somit eignen sich diese Saiten wohl vor allem für tief klingende Saiten.

Viele Grüße
  Wilfried

TERMInator

#5
Ich habe nur mal die Low-G einzeln getestet - fühlen sich denn die anderen 3 (bzw. 4 bei High-G) Saiten dieser \"Red Series\" auch so gummiartig an wie die Low-G ?

Thema Haltbarkeit: Meine rote Low-G-Saite ist übrigens bei an der Wand hängender Uke in 3 Teile zerfallen....

allesUkeoderwas

#6
http://www.ukuleleworld.com/Aquila-Red/  ;)

Guckst Du Mimmo...

Bei der dünnen G-Saite der weißen Thunderguts für Bass besteht das gleiche Problem.
Ukulelen: Nur Schrott

TERMInator

Die Saite hatte aber nichts an den Nüssen sondern zerfiel in 3 etwa gleichlange Teile....

allesUkeoderwas

Haste den Müll noch? Wär mal interessant...
Ukulelen: Nur Schrott

Frolicks

Aha, interessant. Genau daran lags wohl. Hättense ja auch ruhig mal dazu schreiben können, die Experten von Aquila. Aber ok, dann geb ich ihnen doch noch ne Chance.

Also danke für den Link, allesUkeoderwas!
I plink, therefore I am.

LokeLani

#10
ZitatIch habe nur mal die Low-G einzeln getestet - fühlen sich denn die anderen 3 (bzw. 4 bei High-G) Saiten dieser \"Red Series\" auch so gummiartig an wie die Low-G ?
Ich habe die Low-G res als Einzelseite. Gummiartig und schlaff, genau so finde ich sie auch. Ausserdem ziemlich rauh, so dass Spielgeräusche unvermeidlich sind. Ich könnte diese Saite nicht empfehlen!

Guhl

Zitat von: LokeLaniGummiartig und schlaff, genau so finde ich sie auch. Ausserdem ziemlich rauh, so dass Spielgeräusche unvermeidlich sind. Ich könnte diese Saite nicht empfehlen!

Hatte ich (bis auf \"schlaff\") auch über den Satz Red geurteilt, den ich auf den Banjolele hatte. Über den hatte ich mich echt geärgert. Nie wieder Red. Doch ich hatte halt noch den Satz für Konzert. Zum Wegschmeissen dann auch wieder zu schade. Was für ein Glück.

Die sehen zwar auch wie Gummibänder, sind aber keine. Gar nicht schlaff, eher stramm. Was Spielgefühl und Nebengeräusche angeht, das verliert sich irgendwie. Man bekommt aber eine schöne Möglichkeit der Tongestaltung, denn die Saiten reagieren sehr darauf, wie du sie anspielst. Die Reds sind irgendwie anders. Nicht nur optisch. Das muss man halt wissen.

dhenksero

Mit den Low-Gs (Aquila, Martin, Worth/Risa braun, Living Waters) habe ich bei normaler Spielweise auch immer den doindoing Effekt.

Je weiter ich aber in Richtung Brücke wandere, umso mehr kling es nach dongdong ohne i.

Ist zwar logisch, denkt man aber nicht immer dran.

Frolicks

Allesukeoderwas\' Video-Link ist tatsächlich die richtige Hilfe. Ich hab jetzt eine rote Low-G-Saite so aufgezogen wie im Video gezeigt. Immerhin ist sie schon mal nicht beim oder unmittelbar nach dem Aufziehen geknackt. Bis jetzt, d h, seit drei Tagen, hält sie.

Und sie spielt sich auf der Brüko Sopran wirklich angenehm. Labbrig und/oder gummiartig kann ich nicht bestätigen, sie sehr viel mehr Spannung als ne Tiefe braune Wörth zB. Allerdings hab ich bisher nur die G-Saite drauf. Wollte erst mal sehen ob das jetzt wirklich hält. Die anderen drei Pyramid-Saiten werden erst im Lauf der Woche irgendwann gewechselt.
I plink, therefore I am.

allesUkeoderwas

Freut mich, daß Dir der Link geholfen hat!

Bei meiner dünnen Thundergut-Basssaite mußte ich auch erst ärgerliche Erfahrungen machen, bis ich durch Zufall durch eine youtube-Anleitung den Grund für den Ärger fand....

Da lag es einfach daran, daß die kleinste Verletzung der Saitenoberfläche, wie Druckstelle (scharfe Kante...), kleiner Ritz (Fingernagel, Grat an Mechanik...), oder Überdehnung durch Ziehen beim Saitenaufziehen dazu führt, daß das Material der Saite anfängt zu \"fließen\" und dann reißt.
Ukulelen: Nur Schrott