What´s the problem: die Saite, die Stegeinlage, die Saitenführung oder ich?

Begonnen von vagabund, 30. Dez 2025, 21:23:41

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vagabund

Hallo nach langer, langer Zeit mal wieder,

nachdem es länger ruhig um die kleinen, süßen Dinger war ist gerade massiv wieder das Ukulelenfieber ausgebrochen. Heute habe ich meinem neuesten (gebraucht erworbenen) Zugang eine low G (Aquila 136U Red Series) gegönnt.

Nach etwa 2 Stunden Spielzeit (nix allzu Wildes) sah es dann so auf der bridge aus:

LowGonUluru.jpg

Montagssaite erwischt? Oder liegt es an dem "steileren" Winkel im Gegensatz zu dem etwas flacheren bei der geknoteten Brücke? Scharfe Kante an der Stegeinlage (sie ist nicht wirklich viel gespielt worden habe ich das Gefühl)? Wollte die Saite jetzt gerade nicht abmachen in Sorge, dass sie mir dann (beim wieder aufziehen) ganz um die Ohren fliegt.

Gib´s es euererseits Erfahrungen dazu?

Grüße
Kanile´a K-1 Tenor NAT, Uluru Manako III, Kala KA-ASAC-T-TNTH  Aniversary, Kanile´a K-1 C SF

Sebb

Hallo,
also es ist eine gebrauchte Saite?
Schaut eher so aus, als wolle sie ihr Leben beenden 😅.
Das ist an meinen Gitarren eine der klassischen Ecken/ Sollbruchstellen, wo ältere Saiten gerne mal sich "aufziehen"- vor allem Umsponnene mit Nylonkern/ Nylonseidenkern. Hier herrscht die größte Kraft auf eine sehr kleine Fläche.
Eine Saite muss nicht unbedingt oft gespielt worden sein um zu reißen bzw. die Lebenszeit zu verleben- auch die Dauer in der Saiten aufgezogen und unter Spannung sind spielt eine Rolle.
Das Material ermüdet- und so schaut es hier aus.

Es muss nicht unbedingt eine Montagsproduktion sein.
Spiel sie, so lange sie willig ist 😅.
Ansonsten kostet eine neue LowG Saite von den Reds 2,50.
Oder probier einfach jede X-beliebige D- Gitarreneinzelsaite mit Nylonkern, also für  Konzertgitarren aus. Hier ist die Auswahl größer und die Freude des probierens ebenso 🤣.
Alu klingt heller z.b eine Daddario oder Pyramid (macht jeder Hersteller) etc., Messing/Bronze klingt am Anfang etwas lebhafter, verliert mit steigender Oxidschicht an höhen blablabla.. war ja nicht deine Frage.
Ich bin kein großer Freund von Aquilas- aber das ist rein subjektiv.
Lieber neue Saiten aufziehen- da weiß man was man hat 😁👍🏻

vagabund

Hi Seb,

ne, frisch aus der Tüte war sie. Sollbruchstelle wäre auch eine andere, weil ich diese "Saitenaufhängung" an keiner anderen Ukulele habe.  Wenn die jetzt nach 2 Stunden "müde" ist, dann brauche ich sowieso eine andere Alternative. Aquilas sind auch nicht die Saiten meiner Wahl (teste gerade ne Menge aus, ist echt interessant, wie sich gleiche Saiten auf unterschiedlichen Ukulelen (also jeweils neue ;-)) machen. Türlich spiele ich sie, solange sie willig ist. Mal sehen, wie lange sie es mit mir aushält ;-)

Ich hatte auf einer anderen Ukulele (aber auch satin finish) mal die "Fremont Ukulele Strings SOLOIST Wound Low G Polished" drauf. Die flog schnell wieder runter. Gefiel mir klanglich nicht.   In einer Grabbelkiste hatte ich noch eine konzertgitarrenähnliche umwickelte. Keine Ahnung, was das für eine war. Die war klasse. War auch nicht so "prominet" oder aufdringlich. Die rote Aquila find´ ich gar nicht übel (also nur die umwickelte G Saite).

Muss mal schauen, ob hier irgendwo ein "Saitentread " ist. Ein paar hab ich ja auch schon durch.
Kanile´a K-1 Tenor NAT, Uluru Manako III, Kala KA-ASAC-T-TNTH  Aniversary, Kanile´a K-1 C SF

Sebb

Joa, die Freemont klingt am Anfang ganz ordentlich, neigt aber relativ schnell an Klangfarbe zu verlieren und dröhnen nur noch dumpf darum, sobald sie korrodiert.
Also nicht wirklich haltbar.


Probier Gitarrensaiten- gibt's mehr auf dem Markt und als Einzelsaiten besser zu bekommen.
Hab aktuell auf einer Tenor die Pro Arte von Daddario drauf und finde die echt Klasse- klingen deutlich lebhafter und liefern trotzdem satte Tiefen.

Was ich für Experimente empfehlen kann, ist die Website von Pyramid.
Hier ist auch alles als Einzelsaite per Email zu bestellen.

Greifgeräusche sind mir nebensächlich, hab ich auf den meisten Gitarren sowieso und auch nicht jede geschliffene Saite rettet davor...

vagabund

Mein war das Klangerlebnis bei den Freemont von Anfang an nicht so dolle, mag aber auch an meinen Vorlieben lieben. Wie gesagt, nach nicht einmal einer Woche war sie wieder runter. Klang irgendwie pappig-belegt. Korridieren darf sie dann jetzt in der Grabbelkiste für weitere Experimente ;-)

Die Idee mit den Gitarrensaiten gefällt mir. Meine ichweißnichtwohersiekam Saite machte mir auch eher solchen Eindruck, als wenn sie ihr Leben sonst auf einer längeren Mensur leben würde. Ich glaube, ich order mir da mal ein paar zum probieren und bestell mir gleich was für meine Gitarren mit.

Greifgeräusche – ist doch so´n bisschen wie der Knistern, wenn man eine alte Schallplatte auflegt, gehört doch irgendwie dazu ;-)
Kanile´a K-1 Tenor NAT, Uluru Manako III, Kala KA-ASAC-T-TNTH  Aniversary, Kanile´a K-1 C SF

Sebb

Also, von LaBella die Ukulelen-Sätze sind ja auch einfach Gitarrensaiten die man da bekommt.
Der Durchmesser von Classic-Gitarrensaiten ab der D Saite bergauf ist nichts anderes, als der der Uke.
Die kürzere Mensur macht die Tonhöhe.

Für die UKE wurde ja das Rad nicht neu erfunden.

vagabund

Zitat von: SebWolf am 31. Dez 2025, 10:32:00Für die UKE wurde ja das Rad nicht neu erfunden.


Dabei kam mir der Gedanke: dann bauen wir Ukulele halt aus Fichte und Palisander (was ja durchaus oft gemacht wird). Allerdings bin ich mir bis heute noch nicht ganz sicher, ob ich das gut oder überflüssig finde (aber  das ist ja auch ein anderes Thema).

Back to the strings: mir eigentlich egal, was da im Endeffekt für Seile drauf kommen, wenn es für mich die passenden sind. Und ich glaube, mein Experiment dauert (nicht ausschließlich auf die G Saite bezogen) noch ein Weilchen an. Aber eine Konzertgitarrensaite beinhaltet es defintiv in Kürze.
Kanile´a K-1 Tenor NAT, Uluru Manako III, Kala KA-ASAC-T-TNTH  Aniversary, Kanile´a K-1 C SF

TooOldForRockNRoll

#7
Hallo @vagabund , könnte sein dass die Stegeinlage eine scharfe Kante hat. Das müsstest du fühlen können. Die könnte sich vielleicht bei den roten Aquilas besonders stark auswirkt. Da hört man ja immer wieder dass sie gerne mal reissen.
Eine polierte umwundene low G wird da bestimmt unempfindlicher sein, aber die magst du ja anscheinend nicht. Mir persönlich gefallen viele D Saiten aus Gitarrensätzen nicht so besonders weil es beim Spielen bzw. Umgreifen immer Beigeräusche gibt die mich etwas stören. Außerdem halten diese Saiten meist deutlich weniger lang wie glatte umwundene Saiten.

Vielleicht wären die low G Einzelsaiten von Oasis etwas für dich? Kann man meines Wissens in D nur beim Musikhaus Sedlmeyr bestellen. Die finde ich jedenfalls auch gut.
VORSICHT!
KANN SPUREN VON UKULELE ENTHALTEN!
UKULELEN KÖNNEN SÜCHTIG MACHEN!

allesUkeoderwas

Es gibt 2 Möglichkeiten:

1. Der Kern ist defekt (hat sich übermäßig gelängt/ist am reißen), dann ist die Saite nicht stimmstabil und reißt bald, die Saite ist hinüber.

2. Der Kern ist unversehrt und in der Ummantelung durch den Knoten gerutscht. Solange er nicht weiter rutscht, ist es nur ein optisches Problem, die Saite bleibt spielbar und es gibt auch keine klanglichen Nachteile. Liegt also am Knoten, bzw. der Art der Befestigung. Theoretisch könnte man den Knoten aufmachen, den Kern mit 'ner Zange festhalten, die Umwickelung wieder zusammenschieben/drehen und die Saite für 'ne Uke mit herkömmlicher Befestigung verwenden. Gleiches kann auch bei anderen Umwickelten Saiten ohne Ballend passieren. Es gibt auch umwickelte Saiten, die sind am Ende verklebt, oder verpresst, damit die Umwickelung nicht vom Kern rutschen kann. Wenn man dieses Ende aber aus optischen, oder sonstigen Gründen kürzt, dann rutscht es auch - 'N einfacher Knoten bringt da nix.
Ukulelen: Nur Schrott

vagabund

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Vielleicht wären die low G Einzelsaiten von Oasis etwas für dich? Kann man meines Wissens in D nur beim Musikhaus Sedlmeyr bestellen. Die finde ich jedenfalls auch gut.
[/quote]

Hab´ gerade auch einen neuen Satz Oasis (aber mit high g) neu aufgezogen. Gefällt mir ganz gut, vielleicht wäre es dann mit einer Low G mal ein Versuch wert. Gibt´s bei Ukesupply auch einzeln für 4,99 (warm oder bright).
Kanile´a K-1 Tenor NAT, Uluru Manako III, Kala KA-ASAC-T-TNTH  Aniversary, Kanile´a K-1 C SF

vagabund

Zitat von: allesUkeoderwas am 31. Dez 2025, 17:13:47Es gibt 2 Möglichkeiten:

1. Der Kern ist defekt (hat sich übermäßig gelängt/ist am reißen), dann ist die Saite nicht stimmstabil und reißt bald, die Saite ist hinüber.

2. Der Kern ist unversehrt und in der Ummantelung durch den Knoten gerutscht. Solange er nicht weiter rutscht, ist es nur ein optisches Problem, die Saite bleibt spielbar und es gibt auch keine klanglichen Nachteile. Liegt also am Knoten, bzw. der Art der Befestigung. Theoretisch könnte man den Knoten aufmachen, den Kern mit 'ner Zange festhalten, die Umwickelung wieder zusammenschieben/drehen und die Saite für 'ne Uke mit herkömmlicher Befestigung verwenden. Gleiches kann auch bei anderen Umwickelten Saiten ohne Ballend passieren. Es gibt auch umwickelte Saiten, die sind am Ende verklebt, oder verpresst, damit die Umwickelung nicht vom Kern rutschen kann. Wenn man dieses Ende aber aus optischen, oder sonstigen Gründen kürzt, dann rutscht es auch - 'N einfacher Knoten bringt da nix.

Ich glaube eher 2. trifft zu. Ist stimmstabil. Ich hatte am Ende etwas gekürzt (also die geknotete Saite), weil sie zu weit raus stand (sieht man auf dem Foto auch). Bei der nächsten Saite, welche auch immer es wird, werde ich mir das Kürzen erstmal verkneifen.

Ich werde sie jetzt erstmal spielen, solange sie es anständig mitmacht. Optisch stört es mich nicht so sehr, daher sehe ich es erstmal ganz entspannt.

@TooOldForRockNRoll  gerade mal sie Stegeinlage begutachtet. Sieht nicht so aus, als wenn dort eine schare Kante wäre. In "Zugrichtung" also Richtung Hals ist sie sogar abgerundet.
Kanile´a K-1 Tenor NAT, Uluru Manako III, Kala KA-ASAC-T-TNTH  Aniversary, Kanile´a K-1 C SF