Wie habt ihr Ukulelespielen gelernt?

Begonnen von Netsuke, 07. Feb 2026, 21:47:22

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Knasterbax

#15
Zitat von: allesUkeoderwas am Gestern um 12:10:17Nichts für den Feingeist (Wundert mich, wie Herr Knasterbax das damals mit uns aushielt).
Tja, zum einen hat Herr Knasterbax schon immer gerne auch Three-chord-Songs gespielt (The Lion Sleeps..., Sheena is...), zum anderen gab es auch jede Menge andere "Feingeister", die Ambitionen jenseits von drei Akkorden hegten: stephanHW ( der mit den Spongebob Videos) mit seinen vertrackten Pickings, Steff mit dem Herz für Ukulelen-Jazz, oder Tessi, der mir damals im Garten vom Gasthaus Valentin "Smile" zeigte. So war das unsägliche Durcheinandergespiele in besagtem Gasthaus und das Anspielen gegen donnernde Billardkugeln im rauchgeschwängerten Lagari-Keller gerade noch erträglich.

Mit der Zeit, mit anderen Orten (a'lu, Märchenbrunnen) und neuen Menschen wurde der Stammtisch ruhiger, es wurde mehr aufeinander gehört und voneinander gelernt.
So ist es noch, und so ist es schön!
Ich bin ja eher fürs Spielen als fürs Üben. (skiffle)

ukelmann

Als Kind hab ich gern gesungen, in der 6. Klasse gab's auch einen Blockflötenversuch. Aber Musik wurde bis zum Studium nur passiv konsumiert. Noten kann ich allerdings seit Schulzeiten buchstabieren (d.h. sie auf dem Blatt nach kurzer Zeit benennen), aber nicht lesen, dh. flüssig in Ton oder Finger umsetzen.

In den 1980ern beeindruckte mich meine Freundin mit der Western-Gitarre, zum Dahinschmelzen. Gitarre gekauft, mit viel Spaß geübt... Alle Student-für-Europa-Hefte gekauft, Lieder möglichst kostenarm mit Schreibmaschine auf ein Blatt Papier zu bekommen, war mühsam. Wader, Mey und Lämmerhirt waren die Sterne am Himmel. 

Musiktheorie hat ich mich nie gekümmert, einfach rumtransponiert. An der Gitarre fand ich Tonartenwechsel, Barré-Griffe und Kapo lästig (Kapo-Sound ist bä!). Bei kleinem Stimmumfang und kurzen Fingern passte oft nur Singen oder Greifen, was nervte. Aber typische Picking-Muster hab ich automatisiert, dass ich z. B. Mey-Lieder mit Picking und Gesang begleiten konnte. Über den Wolken, Herbstgewitter, Der Mörder ist immer der Gärter usw. Das konnte ich zur Uke mitnehmen, wobei natürlich der Wechselbass wg. weniger Saiten reduziert ist.

Mit Familie schlief das Musikalische über die Jahre langsam ein, bis meine Frau mir vor ca. 15 Jahren einen Ukulelen-Kurs schenkte. Ich war wieder total angefixt, habe sofort nach dem Kurs eine Lanikai gekauft. Die erste Zeit war wohl leidvoll (stetes Schrammel-schrammel-pling-pling), inzwischen freut das Uken auch die Familie. Seit dem Kurs bin ich hier im Forum und das Frühjahr drauf ging's schon regelmäßig zu den Stammtischen H und HH.
 
Ich bin an diversen Stellen aktiv (H, HH, Ensemble BS, 2 Rudelsingen, Firmenband, selten kleine Auftritte).
Durch das Üben mit Bariton(G)- und Sopran(C) kann ich seit wenigen Jahren übliche CFG-Stücke oft im Kopf wandeln oder direkt vom Blatt einen Ton höher/niedriger spielen. Mein Faible sind Songs der Swing-Ära. Das alles war mir zu Gitarren-Zeiten nicht gegeben. Capo brauch ich quasi nicht mehr.

Am liebsten spiele und singe ich mit anderen, so bin ich auch zum (Uke)-Bass gekommen. Wenn Musik in der Gruppe flutscht, gibt es für mich kaum eine größere Freude.
https://photos.app.goo.gl/bgK4zLsT1HR2TkPf9

Plinke-ti plinke-ti plinke-ti PLING