5. Thüringer Ukulelefest | 28.-30. August 2026 | Programm & Tickets

Begonnen von Papierschiff, 01. Mai 2026, 12:24:13

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Isolde H.

Falsche Töne ärgern mich kurz, aber der Spaß ist wichtiger. 

ChrisStürmer

"Everyone should have and play a ukulele. It's so simple to carry around and it's one instrument you can't play and not laugh!" -- George Harrison (The Beatles)

Netsuke


Netsuke


Netsuke

Nach dem Jena-Marathon bin ich redlich erschöpft - und sehr froh, dabeigewesen zu sein!

Am zweiten Tag wurde mir klar: Der Trick ist es, das extrem dichte Programm als Buffet zu betrachten. Nur das auszuwählen, was mich stark anzieht.

Die vielen verschiedenen Veranstaltungsorte sind sportlich. Planetarium, Botanischer Garten, Friedenskirche, Johannisfriedhof, Christliches Gymnasium.

Als Mensch ohne Fahrzeug und mit dem Orientierungvermögen einer Napfschnecke stellte das ein beträchtliches Raum-Zeit-Problem für mich dar, das ich durch die Anmietung eines Fahrrads löste.

Ich nächtigte am Campingplatz "Unter dem Jenzig" im Zelt. Der Campingplatz ist eine Retro-Idylle. Ungefähr drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Straßenbahnhaltestelle fußläufig erreichbar. Einfache, saubere Sanitäranlagen in ausreichender Anzahl. Stark mit Bäumen begrünter Platz. 

Beeindruckt hat mich unter den Festivalbesuchern übrigens die Berliner Fraktion. Vielköpfig, spielfreudig. Infektiöse Superspreader des Ukulelevirus.♡


Isolde H.

Ja, wie schon erwähnt, das TUF war wie immer anstrengend. Ich weiß nicht, ob mir das Konzept gefällt. Ich weiß das schon seit vier Jahren nicht, und dennoch geh ich immer wieder hin.
Weil ich dort einige tolle Menschen kenne, die ich nur dort treffe. Weil diese Leute bereit sind, spontan zu musizieren.
Ich suche mir aus, wo ich hingehe. Man muss nicht jeden Vortrag und Spaziergang mitnehmen.
Allerdings war die Essenssituation wieder gruselig. Das im Planetarium liegende Restaurant war mit dem Buffet für so viele Leute hoffnungslos überfordert.
20 Minuten am Buffet anstehen für etwas Reis mit Soße und Nudelsalat usw. Gut, dann war der Teller endlich gefüllt, dann komme ich zu meinem Tisch zurück. Der war weg! Weg! Mitsamt Getränken, Instrumenten und allem.
Mein Essen wurde mir dann auch abgenommen und in den ersten Stock getragen, ebenso wie vorher Instrumente und Getränke.
Weil.....da wo unsere Tische standen der Tanzkurs stattfinden sollte.
Meine Tasche mit Geld drin fand ich dann hängend über einer Stuhllehne. Gut, dann war jetzt alles oben im ersten Stock. Natürlich war das Essen dann eiskalt und die Soße schwappte über den ganzen Tisch.
Aber man ist ja leidgeprüft von den vorherigen TUF´s. Da war das Essen auch immer völlig daneben.

Am Samstagaben gab es wieder Büffet im Gymnasium. Da war es dann besser und auch warm.
Die Tombola mit einem Lospreis von 5 Euro hat leider auch nachgelassen.
Meine persönlichen Highlights sind nicht Konzert und Workshop, sondern eher das spontane musizieren, gute Gespräche, lachen und einfach Spaß haben. Davon gabs genug. Also wurden meine Erwartungen diesbezüglich erfüllt.
Zu guter letzt habe ich auf der Straße noch zwei Leute gefunden, die auf der Straße mit mir das Rennsteiglied gesungen haben.
Ich glaube, nächstes Jahr verzichte ich mal auf Jena.



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Falsche Töne ärgern mich kurz, aber der Spaß ist wichtiger. 

Netsuke

@Isolde H.

Zitat20 Minuten am Buffet anstehen für etwas Reis mit Soße und Nudelsalat usw. Gut, dann war der Teller endlich gefüllt, dann komme ich zu meinem Tisch zurück. Der war weg! Weg! Mitsamt Getränken, Instrumenten und allem.
Mein Essen wurde mir dann auch abgenommen und in den ersten Stock getragen, ebenso wie vorher Instrumente und Getränke.
Weil.....da wo unsere Tische standen der Tanzkurs stattfinden sollte.
Meine Tasche mit Geld drin fand ich dann hängend über einer Stuhllehne. Gut, dann war jetzt alles oben im ersten Stock. Natürlich war das Essen dann eiskalt und die Soße schwappte über den ganzen Tisch.

Was du nicht wusstest, und was dich im Nachhinein vielleicht versöhnlich stimmt: Ich war an unserem Tisch geblieben, weil das Essen auf den Tellern der Buffetrückkehrer wenig verlockend aussah. Für den Pampf wollte ich mich nicht in die Warteschlange einreihen.

Deshalb hatte ich den Umzug unseres Tischs in den ersten Stock die ganze Zeit im Blick. Ich passte auf eure Taschen und Instrumente auf.♡


Ich war dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Festival. Für mich war zum Teil auch das Drumherum wichtiger als die konkreten Veranstaltungen des Festivals.

Das Kinderkonzert in der Friedenskirche gefiel mir gut. Michael Köhns Workshop "Der Gute Ton" fand ich sehr lehrreich. Motto: "Fester zu drücken ist immer die schlechteste Option." ;)

Philipp Schäfflers auf Cornelius Cardews Komposition(?) beruhender Workshop "The Great Learning" war intellektuell herausfordernd. Ich war die letzte im Saal, die die Spielregeln begriff. Aber meine Freude war groß, als der Groschen bei mir endlich fiel...

Ich glaube schon, dass ich nächstes Jahr wieder hinfahre.

Netsuke

Das "Open Mic" war überragend. Ungelogen, ich hatte bei jedem Auftritt Herzklopfen vor Aufregung, weil jede:r Musiker:in etwas Besonderes präsentierte.

Bei Sabine Walters Freiburger Bachquartett klappte mir die Kinnlade 'runter. Un-er-hört! Goals!

Isolde H.

Pampf! Das trifft es!

Gut daß Du aufgepasst hast. Danke👍.
Im zweiten Jahr war das Fest überwiegend im Gymnasium. Das war schön und gemütlich.
Ich sehe das Problem in Jena darin, daß man jedes Jahr nooooch eine Steigerung bieten will.
Dadurch wird es immer hektischer und stressiger. Einen Gang zurückfahren ist oft nicht verkehrt.
Mein Fest ist und bleibt das ALUHA!
Falsche Töne ärgern mich kurz, aber der Spaß ist wichtiger. 

ChrisStürmer

#11
ja, es war wieder ein schönes Festival !

1. Die Leute ! Ich habe wieder sooo nette Leute getroffen und Kontakte geknüpft
2. Gemeinsam Jammen ... für mich auf jeden Fall auch immer gaaaanz wichtig
3. Die Workshops waren für mich wieder lehrreich
4. Das die beiden Konzerte am Freitag nicht meinem Geschmack entsprachen ... kann der Veranstalter nix für :-)

Aber auch ich muss noch mal das Catering im "Bauersfeld" ansprechen.
Ich teile den Eindruck, dass man damit überfordert war. Was ich aber richtig gruselig fand, war, dass man uns nur kleine Teller angeboten hat ... wohl, damit wir nicht so viel essen ... grrr
Als der Mensch aus der Küche vobei kam, hab ich ihn mal gefragt, warum wir keine großen Teller bekämen, da es ja unpraktisch sei, da nun alle mit zwei Tellern hantieren würden. Die Antwort: "Nee, da hab ich gar keinen Platz für große Teller." Wie unterschiedlich doch Wahrnehmungen sein können - für mich war der Raum zu zwei Dritteln leer ...
Vor dem Kunden 5EUR teures Bier zusammenzuschütten spricht weiter Bände ... dafür wurden wir aber pünktlich um 23:45 hienaus gebeten, damit unser Gettogether nicht so lange dauert :-(

Das am Samstag im Gymnasium leider jemand vergessen hat die angebotenen Getränke auch kaltzustellen, war auch schade ... bei mir drückt "warmes Bier" trinken leider immer auf die Stimmung.

Gleich wohl bin ich nächstes Jahr wieder dabei !  :D

LG Chris
"Everyone should have and play a ukulele. It's so simple to carry around and it's one instrument you can't play and not laugh!" -- George Harrison (The Beatles)

Isolde H.

#12

[/quote]
Zitat von: ChrisStürmer am 02. Sep 2026, 15:15:03Wie unterschiedlich doch Wahrnehmungen sein können - für mich war der Raum zu zwei Ditteln leer ...


LG Chris


Richtig. So ein Quatsch.
Thema Getränke. Ich hab mir gedacht, ich gönne mir einen Caipi. 9 Euro, eigentlich ein normaler Preis für einen normalen Caipirinha.
Aber die eine Dame fragte die andere: Kannst Du den?
So wurde nach der Getränkekarte der Caipirinha zusammengebastelt.
Es wurde in ein viel zu kleines Glas umgeschüttet, viel zu viel Eis reingegeben.
So was gruseliges hab ich noch nie getrunken. Ich hab Alle probieren lassen und alle sagten, daß wohl der Rohrzucker fehlt.
Warum lässt man sich sowas gefallen? Keine Ahnung!
Zu den Konzerten muss ich sagen, daß Iso halt Iso ist😵. Das elektronische Zeug gefällt mir nicht, deshalb war ich lieber draußen.
Naja, und am Samstag für ein Tässchen Kaffee 2.50 . Bis man die Treppen in den Hof runterschaukelt war nichts mehr drin.
Und beim Buffet am Samstag gab es ja nur wenige Sitzplätze. Hab auf dem Ukulelenkoffer gegessen 😅.
Es muss schon etwas ganz tolles passieren, daß ich nächstes Jahr wieder hingehe. Ich glaube 4mal reicht.
Falsche Töne ärgern mich kurz, aber der Spaß ist wichtiger. 

Netsuke

Beim Café Ukulelefeind Bauersfeld sind wir uns wohl alle einig.

Ich bin sehr nachsichtig, weil ich selbst Jahrzehnte in der Branche gearbeitet habe. Ich weiß, was trotz bestem Willen alles schiefgehen kann. Aber so funktioniert Gastronomie ganz sicher nicht.

Mit Preis, Füllmenge und ggfs. Nichtkühlung der Getränke im Gymnasium dagegen habe ich kein Problem. Das betrachte ich als eine von Gastro-Laien betriebene Quersubvention der aufwendigen Gesamtveranstaltung.

Ich habe selbst in Eigenregie drei große Feste organisiert. Selbst bei haushälterischem Handeln und totaler Selbstausbeutung aller Helfer:innen kosten nicht kommerzielle Festivals meistens mehr, als die Eintrittsgelder hereinspülen.

Deshalb kaufte ich tüchtig Tombola-Lose. Meine größte Sorge war, dass ich dabei einen Hauptpreis gewinnen könnte: Was soll ICH mit einer Ukuleke, die länger als 38 cm ist!?? ;)))

Netsuke

Habe gerade den per Mail eingetroffenen Fragebogen zur Nachbereitung des Festivals ausgefüllt.

Dort ist Raum genug, die hier angesprochenen Kritikpunkte unterzubringen. Habe ich genutzt, um das Café Bauersfeld schlechtzumachen und dem Veranstaltungsort-Marathon ein "Weniger ist mehr" entgegenzusetzen.

Für alles andere gab es aufrichtiges Lob von mir.